Die Pirelli-Hinterreifen kommen auf Phillip Island an ihre Grenzen: Bei Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu löste sich ein Gummistück aus der Lauffläche.

Phillip Island ist für die Reifen die wohl anspruchsvollste Strecke im Kalender der Superbike-WM. In der Vergangenheit behalf sich Pirelli mit einem Pflicht-Boxenstopp, um die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten. Auch in diesem Jahr nutzt der Reifenlieferant diese Strategie, allerdings nur beim Rennen der Supersport-WM. Doch auch die Superbike-Reifen kommen an ihre Grenzen.Aus dem Hinterreifen von Toprak Razgatlioglus Yamaha R1 löste sich im ersten Rennen ein Stück Gummi.

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Mit viel Glück konnte der Türke das Rennen beenden und einen Vorsprung von 0,007 Sekunden über die Ziellinie retten. „Es war sehr wichtig, den Reifen zu schonen. In den finalen sechs Runden pushte ich stärker. In den beiden letzten Runden rutschte die Maschine unglaublich stark. Nach dem Rennen erkannten wir, dass es ein Problem mit dem Reifen gab“, bestätigt Razgatlioglu.

Razgatlioglu: „War richtig verängstigt“

„Ich war in der letzten Runde richtig verängstigt. In der letzten Kurve ging ich ans Gas, aber nichts passierte. Ich konnte trotzdem gewinnen, was mich sehr freut“, kommentiert der Yamaha-Pilot. „Es war kein einfaches Rennen. Ich war vor dem Rennen sehr gestresst“, verrät Razgatlioglu.

Bei der Abstimmung der Yamaha einigte sich Razgatlioglu mit seiner Crew auf einen Kompromiss: „Auf diesem Kurs muss man die Reifen schonen. Für die finalen fünf Runden braucht man aber viel Haftung. Ich hatte kein gutes Gefühl, weil mir die schlechte Haftung Grenzen setzte. Ich kämpfte und konnte gewinnen.“

Razgatlioglu führt nach dem Sieg erstmals die Meisterschaft an. „Ich werde normal schlafen“, bemerkt er. „Am Sonntag wird das Rennen nicht einfach“, prophezeit der Türke. „Rea wird sehr schnell sein. Es wird ein schwieriges Rennen.“

Das erste Rennen zum Nachsehen:

Yamaha Finance Australian Round: Rennen 1