Aleix Espargaro spricht über den spektakulären Wechsel seines Bruders von KTM zu Honda – und traut der Kombination Pol Espargaro/Honda RC213V einiges zu.

Aleix Espargaro hat sich jetzt zum bevorstehenden Wechsel seines Bruders geäußert. Noch-KTM-Pilot Pol Espargaro einigte sich überraschend mit Repsol-Honda, geht damit 2021 als Teamkollege von Marc Marquez an den Start. Laut Aleix wird sein Bruder mit der Honda RC213V harmonieren, die in den letzten Jahren einigen Piloten große Probleme bereitete.

Advertisement

„Es ist eine riesige Herausforderung. Viele Leute meinen, dass die Honda ein sehr schwieriges Motorrad ist. Aber es ist das Bike des Weltmeisters. Jahr für Jahr werden damit Meisterschaften gewonnen. Ja, Marc ist ein Außerirdischer, der wohl beste Fahrer der Geschichte. Doch mit der Vespa in meiner Garage würde er keine Weltmeisterschaften gewinnen“, bemerkt Aleix Espargaro.

Aleix Espargaro: „Repsol-Honda das Traum-Team“

„Es ist eine große Herausforderung, aber es ist das Traum-Team. Als wir klein waren, wuchsen Pol und ich mit Doohan, Criville und Dani Pedrosa auf, die mit diesem Motorrad gewannen“, erinnert sich Aleix Espargaro, der mit seinem Bruder offenbar noch nicht über das Thema gesprochen hat.

„Wir sehen uns beinahe jeden Tag. Wir sprechen über alles, nur nicht über Motorräder“, erklärt der ältere der Espargaro-Brüder. „Es ist spektakulär, was er bei KTM erreicht und wie weit er das Motorrad gebracht hat. Nur er allein hat das erreicht. Ich würde gerne sehen, wie er damit ums Podium kämpft. Aber wenn man ihm das WM-Bike anbietet, das beste Motorrad der Welt, würde mich das sehr für ihn freuen.“

Honda-Deal noch nicht offiziell bestätigt

Noch ist der Deal nicht offiziell bestätigt, was vor allem auf die Vereinbarungen mit KTM zurückzuführen ist. „Es wäre sensationell, meinen Bruder auf der Repsol-Honda zu sehen. Es wäre der Lohn für seine Karriere. Er ist ein sehr talentierter Fahrer und würde sich sehr gut schlagen“, ist Aleix Espargaro überzeugt.

„Er muss entscheiden, was sein Herz sagt. Beide Projekte sind sehr interessant. Auch wenn es wirklich reizvoll ist, bei HRC zu unterschreiben, finde ich das KTM-Projekt auch sehr spannend. Es ist absolut keine einfache Entscheidung“, findet der Aprilia-Pilot.

„Ich weiß, dass KTM viel unternimmt. Sie schätzen ihn sehr und wollen, dass er bleibt. Ich weiß nicht, wie sehr Honda ihn lieben wird“, so Aleix weiter. „Aber wenn ein Team wie Ferrari fragt, dann kann man nur schwer ‚Nein‘ sagen. Repsol-Honda ist das Traum-Team der MotoGP-Geschichte!“