In seinem vorerst letzten MotoGP-Rennen wird Andrea Dovizioso Sechster und sichert sich WM-Platz vier. „Gemessen am Gefühl ein wirklich gutes Ergebnis.“

Andrea Dovizioso hat sich beim MotoGP-Saisonfinale in Portimao mit einem sechsten Platz von Ducati verabschiedet. In seinem vorerst letzten Rennen in der Königsklasse lag der Italiener zu Beginn außerhalb der Top 10, machte dann aber sukzessive Plätze gut und setzte sich am Ende knapp gegen Stefan Bradl (Honda) durch.

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„Im Rennen war ich sehr fokussiert darauf, für die WM das Maximum herauszuholen“, sagt Andrea Dovizioso. „Ich habe nicht allzu viel über die Vergangenheit oder die Zukunft nachgedacht. Es war ein schwieriges Wochenende, weil ich auf dieser Strecke zu kämpfen hatte. Aber in Bezug auf die Situation und meine Zukunft war ich entspannt.“

2021 legt der Italiener ein Sabbatjahr ein, hat jedoch die Ambition zurückzukehren. Seine vorerst letzte Saison beendete er auf dem vierten Gesamtplatz. Es ist das erste Mal seit 2017, dass er es in der WM nicht unter die Top 3 geschafft hat.

Gefühl für den Titelkampf „nicht gut genug“

„Letzten Endes bin ich glücklich, denn unser Ziel war, in der WM Vierter zu werden. Das ist gelungen“, hält Andrea Dovizioso fest. „Von Startplatz zwölf war das nicht einfach. Leider hat es nicht für den dritten Gesamtplatz gereicht. Aber mit dem Gefühl, das ich in dieser Saison hatte, Vierter zu werden, sehe ich als Bestätigung meiner Mentalität und Arbeitsweise.“

Zum Saisonstart war er mit Ducati freilich mit dem Ziel angetreten, um den Titel zu kämpfen. „Doch dafür war das Gefühl leider nicht gut genug“, sagt der 34-Jährige rückblickend. „Das ist enttäuschend, es war seine sehr schwierige Saison.“

„Es ist immer schwierig, den Leuten zu erklären, welches Gefühl man auf dem Motorrad hat. Wenn dieses Gefühl schlecht ist, auf jeder Strecke, bei allen Bedingungen, und man im Qualifying, in den Trainings immer zurückliegt und erst im Rennen in der Lage ist, Positionen gutzumachen, aber trotzdem nicht fahren kann wie früher, ist es schwierig.“

Andrea Dovizioso: „Ich werde vieles vermissen“

Dabei bereitete Andrea Dovizioso vor allem die Umstellung auf die neue Hinterreifen-Konstruktion von Michelin Schwierigkeiten. Sein gewohnter Fahrstil harmonierte damit nicht mehr, seine Stärke auf der Bremse ging verloren. „Gemessen an dem Gefühl ist der vierte Platz ein wirklich gutes Ergebnis“, resümiert der Italiener.

Auf seinen Abschied von Ducati angesprochen, gesteht er: „Ich werde natürlich viele Dinge vermissen. Ich habe zu vielen Leuten bei Ducati ein wirklich gutes Verhältnis aufgebaut. Das ist etwas, das ich in meiner Karriere zuvor nie hatte.“

„Ich habe acht Jahre mit einigen dieser Menschen verbracht, ein paar schöne Siege gefeiert. Das schweißt zusammen. Ich werde also vieles vermissen. Aber ich fühle mich in diesem Moment auch befreit. Denn wie ich schon oft gesagt habe, ging es mir mit dieser Situation nicht gut. Jetzt, wo es zu Ende ist, fühle ich mich erleichtert.“

Dovi bei Sport & Talk zu Gast

Übrigens ist der dreifache Vize-Weltmeister am Montag zu Gast bei Sport & Talk aus dem Hangar-7.