Petronas-Pilot Franco Morbidelli spricht über seinen Trainings-Alltag während der Ausgangssperre – und motiviert die Menschen, die Zeit bestmöglich zu nutzen.

Franco Morbidelli ist in Zeiten der Corona-Pandemie einer derjenigen, die ihr Haus nur in dringenden Fällen verlassen dürfen. Seit Montag letzter Woche herrscht in seiner italienischen Heimat eine Ausgangssperre. „Es geht jetzt schon über eine Woche so. Ich hoffe, dass sich das bald ändert“, sagt der Yamaha-Pilot, der beim Training improvisieren muss.

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„Im Moment trainiere ich auf die einzig mögliche Art und Weise: Zuhause. Ich versuche, in Form zu bleiben, ohne mein Haus zu verlassen. Ich kann laufen gehen, solange ich innerhalb der Grenzen meines häuslichen Bereichs bleibe. Das mache ich, aber nicht viel mehr“, berichtet Morbidelli.

Morbidelli verfolgte Katar-GP mit gemischten Gefühlen

„Natürlich entspricht das nicht meinem gewohnten Training im Fitness-Studio. Doch ich bleibe in Form“, bemerkt der Petronas-Pilot. Den Saison-Auftakt der Moto2 und Moto3 verfolgte Morbidelli mit gemischten Gefühlen im Fernsehen.

Kurz vor dem ersten Renn-Wochenende in Katar drehte der ehemalige Moto2-Weltmeister noch selbst seine Runden. Doch kurz nach dem MotoGP-Test verschlimmerte sich die Lage. Die Einreise-Bestimmungen im Austragungsland verhinderten, dass die MotoGP dort starten kann.

„Es gibt einige Instrumente, die ich lernen will“

Aktuell ist ungewiss, wann das erste Rennen der Saison stattfinden kann. „Da ich so viel Zeit Zuhause verbringen muss, kann ich mich mit Dingen beschäftigen, die ich sonst auf Grund der vielen Verpflichtungen zur Seite schiebe. Ich habe einige Instrumente, die ich lernen möchte. Es ist nicht einfach. Man muss sehr viel üben. Vielleicht beherrsche ich am Ende dieser Phase die Mundharmonika“, so Morbidelli.

Wie viele andere Kollegen appelliert Morbidelli an die Vernunft der Menschen. „Meine Botschaft an die italienischen Fans und die Leute, die gerade in der gleichen Situation sind, lautet: Bleibt ruhig, geht es entspannt an. Und respektiert das, was die WHO sagt. Wir sollten die Zeit Zuhause genießen und das Beste daraus machen. Wenigstens können wir jetzt Dinge machen, für die uns sonst die Zeit fehlt.“