Trotz aller Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu unterbinden, musste Ducati die Fabrik in Borgo Panigale schließen – bei Aprilia ist die Situation ähnlich.

In Italien steht derzeit praktisch alles still. Auch Ducati hat die Fabrik in Borgo Panigale in der Nähe von Bologna geschlossen. Laut derzeitigem Stand steht die Produktion bis 25. März still. Davon betroffen ist auch die Motorsport-Abteilung, die sich ebenfalls auf diesem Gelände befindet. Motorsport-Chef Gigi Dall’Igna hat bereits mitgeteilt, dass er derzeit von zu Hause aus arbeitet.

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Seit in Italien der Ausnahmezustand wegen des Corona-Virus herrscht und sich die Situation zuletzt dramatisch verschlechtert hat, mussten diverse Unternehmen Maßnahmen ergreifen. Ducati hat in den letzten drei Wochen versucht, eine mögliche Ausbreitung des Virus in der Fabrik so gut es geht zu unterbinden.

Ducati: Nur notweniges Personal hat Zugang

Prinzipiell wurde der Zugang zum Werksgelände auf absolut notwendiges Personal beschränkt. Außerdem wurde die Körpertemperatur von jeder Person gemessen. Die Arbeit von zu Hause aus wurde gefördert, wo es möglich war. Bei Meetings wurde die Anzahl der Teilnehmer reduziert, außerdem wurde genügend Abstand zwischen den Personen gehalten.

Auch die Schichtzeiten wurden überarbeitet, damit die Personen so wenig wie möglich direkten Kontakt haben. Trotzdem hatte sich Ducati schon vergangene Woche dazu entschieden, die Produktion zwischen 13. und 18. März zu schließen. In diesem Zeitraum wollte man weitere Maßnahmen für die Sicherheit der Mitarbeiter unternehmen.

Auch Aprilia-Werk in Noale geschlossen

Außerdem will man die Schichten weiter anpassen, damit nur noch die Hälfte der notwendigen Leute vor Ort sind. Nun wurde die Schließung der Fabrik bis 25. März verlängert. Man benötigt weitere Tage, um alle Modifikationen vornehmen zu können, damit man den neuen Richtlinien, die am 14. März von der italienischen Regierung herausgegeben wurden, entspricht.

Bei Aprilia ist die Situation vergleichbar. Die Basis befindet sich in Noale in der Provinz Venetien. Die Piaggio-Gruppe gab bereits vergangene Woche bekannt, dass man mehrere Standorte schließen muss, um neue Vorsichtsmaßnahmen in der Fabrik umsetzen zu können. Deswegen ist auch Noale seit Freitag 13. März geschlossen.