Für Pramac-Pilot Jack Miller ist die MotoGP aktuell so unberechenbar wie selten zuvor – wenn auch mit einer Ausnahme. „Ausreißer kann man sich nicht leisten“, sagt er.

In der MotoGP-Saison 2019 sitzt Jack Miller erstmals auf der aktuellen Desmosedici, und konnte damit beim USA-Grand-Prix in Austin bereits einen Podestplatz einfahren. In der Fahrer-Weltmeisterschaft rangiert er mit 70 Punkten nach neun Rennen als bester Kundenfahrer auf Platz sieben hinter der Werks-Konkurrenz von Honda, Ducati, Suzuki und Yamaha. Doch Rookie Fabio Quartararo sitzt ihm im Nacken.

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Zur aktuellen Leistungsdichte in der MotoGP sagt der Pramac-Pilot: „Es ist verrückt. Abgesehen von Marc (Marquez, Anm. d. Red.) ist es ein Ding der Unmöglichkeit, die Top 10 korrekt zu benennen. Ist an einem Wochenende dieser Kerl superschnell, kann es beim nächsten schon wieder ganz anders aussehen. Dann gibt es noch Rookies wie Fabio, die alle überraschen – ähnlich wie Zarco im Vorjahr.“

Wechsel zu Werksteam birgt auch Risiken

Sein Beispiel zeigt, dass der Wechsel in ein Werksteam auch zum Problem werden kann. Insbesondere dann, wenn es sich um einen anderen Hersteller handelt. Miller hätte für die kommende MotoGP-Saison am liebsten bei Ducati angedockt. Doch nach Danilo Petruccis Vertragsverlängerung deutet vieles auf einen Verbleib bei Pramac hin. So oder so weiß der Australier: Nachlassen darf er nicht.

„Man muss immer versuchen, sein bestmögliches Wochenende abzuliefern und kann sich keine wirklichen Ausreißer leisten. Fehlt Dir nur eine halbe Sekunde, kann das schon bedeuten, dass Du es nicht in die Top 10 schaffst und Q2 verpasst. Das ist ein Albtraum. Ich hatte das in diesem Jahr zwei Mal, und brauche es nicht nochmal“, erinnert sich Miller im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘ an Jerez und Barcelona.

Jack Miller: „Erfahrung macht den Unterschied“

Mit Blick auf seinen bisherigen Werdegang in der Königsklasse, wo er seit 2015 fährt und einige Verletzungen aushalten musste, betont er: „Die Erfahrung macht den Unterschied. Verletzungen hatte ich im Verlauf meiner Karriere immer wieder, aber das hat mich nie allzu sehr behindert. Auch wenn es natürlich nicht ideal war. Es kommt auf die Erfahrung an – man muss stetig dazulernen.“

„Diese Klasse ist so schwierig. Als ich aufstieg, war sie so konkurrenzfähig wie seit zehn Jahren nicht mehr“, blickt der Pramac-Pilot auf seine Anfänge zurück. „Ich kam direkt aus der Moto3, was per se nicht einfach war. Wir hatten nicht immer wettbewerbsfähiges Material, aber ich gab immer mein Bestes. Ich denke, dass auch das mich gelehrt hat, der Fahrer zu sein, der ich jetzt bin.“

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