Für den Moment sei der MotoGP-Kalender in Ordnung, sagt Carmelo Ezpeleta – so schätzt der Dorna-Boss aktuell die Chancen ein, 19 Rennen aufrechtzuerhalten.

Die MotoGP war eine der ersten internationalen Renn-Serien, die einen Grand Prix wegen des Corona-Virus und der damit verbundenen Reise-Einschränkungen absagen musste. Seitdem hat sich der MotoGP-Kalender mehrfach geändert. Der Saisonstart für die Königsklasse verschob sich weiter, ist aktuell am 3. Mai in Jerez geplant.

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Für Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta zählten die letzten Wochen wohl zu den anstrengendsten und nervenaufreibendsten seiner bisherigen Laufbahn. Im ständigen Austausch mit den örtlichen Behörden mussten Lösungen gefunden werden.

„Seit Beginn des Corona-Problems haben wir die Anweisungen der einzelnen Regierungen befolgt. Wir standen in engem Kontakt mit den Veranstaltern in Austin und Argentinien. Und als die Behörden sagten, dass es jetzt nicht möglich sei, sprachen wir mit anderen Grands Prix, um zu versuchen, uns anzupassen“, berichtet Ezpeleta.

Ezpeleta: „Aber wenn etwas nicht vorhersehbar ist…“

Das sei gelungen. „Jetzt ist der Kalender in Ordnung, wenn alles so weitergeht wie bisher.“ Im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘ bekräftigt der Dorna-Boss die Absicht, alle verbliebenen 19 Renn-Wochenenden der Saison 2020 stattfinden zu lassen. Er weiß aber auch, dass dieses Vorhaben nicht allein in seiner Hand liegt.

„Wie ich auf der Pressekonferenz in Katar gesagt habe, ist unsere Idee, die Meisterschaft mit allen Rennen fortzusetzen. Das ist unser Ziel. Aber wenn etwas unvorhersehbar ist… Wir verfolgen die Situationen mit jeder Regierung und vor allem mit den Promotern.“

Gleichzeitig stehe die Dorna in engem Kontakt mit dem Motorrad-Weltverband FIM, der Teamvereinigung IRTA und natürlich mit den Veranstaltern, um mögliche Ausweichtermine für abgesagte Rennen zu koordinieren. „Wir versuchen im Moment, alles unterzubringen, in engem Kontakt mit ihnen“, sagt Ezpeleta.

MotoGP-Rennen ohne Zuschauer nicht ausgeschlossen

Mit Blick auf den geplanten Saison-Auftakt in Jerez, wo sich das Corona-Virus unterdessen ebenfalls rasant ausgebreitet hat, betont er: „Wir sprechen mit den Behörden in Jerez. Und heute scheint alles in Ordnung zu sein. Es gibt kein Problem. Aber wir werden sehen, wie die Situation in naher Zukunft genau aussieht.“

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Dass es auch Rennen hinter verschlossenen Türen, also ohne Zuschauer, geben könnte, schließt der Dorna-Boss nicht aus. „Wir versuchen, alles so normal wie möglich zu machen. Aber wenn die Bedingungen der lokalen Behörden ein Rennen ohne Zuschauer vorsehen, können wir es zusammen mit dem lokalen Veranstalter in Betracht ziehen.“

Den wartenden Fans verspricht er trotz der Umstände „eine fantastische MotoGP-Saison“. „Wir warten darauf, sie so bald wie möglich zu beginnen. Es ist ein wenig verspätet. Aber wenn wir mit dem Zeitplan, den wir jetzt haben, starten können, wird es wirklich eine aufregende Saison werden“, bleibt Ezpeleta optimistisch.