2012 fand das bis dato letzte MotoGP-Rennen in Portugal statt. Schon bald könnte es dort wieder einen Grand Prix geben: Laut FIM-Boss Viegas existiert ein Vorvertrag.

Mit Miguel Oliviera hat Portugal zum ersten Mal in der Geschichte einen MotoGP-Piloten. Doch einen Grand Prix gibt es dort nicht mehr. Zwischen 2000 und 2012 gastierte die Motorrad-WM auf der Rennstrecke in Estoril. Der wesentlich modernere Kurs ist aber das Autodromo International do Algarve in Portimao an der südlichen Küste des Landes.

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Die Strecke in Portimao wurde im Herbst 2008 von der Superbike-WM eröffnet. Auch aktuell fährt die Serie auf der 4,7 Kilometer langen Piste, die auch einige Höhenunterschiede aufweist. „Die Rennen in Portugal sind besonders spektakulär, denn diese Strecke ist einzigartig“, schwärmte Oliveira jüngst nach seinem Besuch bei der Superbike-WM.

Oliveira brennt auf Rennen vor heimischen Fans

Mit Oliveiras Erfolgen in den kleinen Klassen und seinem Aufstieg in die MotoGP herrscht in Portugal eine neue Begeisterung. „Ich hoffe, dass ich eines Tages vor den portugiesischen Fans fahren kann“, wünscht sich der KTM-Pilot für die Zukunft. Mit Portimao und Estoril hätte Portugal zwei geeignete Strecken, wobei Estoril jedoch modernisiert werden müsste.

Dass ein MotoGP-Comeback in Portugal nicht unrealistisch ist, verriet jetzt FIM-Präsident Jorge Viegas via Twitter. „Es gibt einen Vorvertrag für 2022. Aber es könnte auch vorher passieren, falls sich jemand zurückzieht.“ Mehr als 20 Rennen, wie sie 2020 geplant sind, kann es derzeit aus vertraglichen Gründen nicht geben. Ab der Saison 2022 könnte die maximale Anzahl dann aber auf 22 erhöht werden.