Fabio Quartararo, Maverick Vinales und Co. betonen, dass sich für sie durch den Ausfall von Marquez nichts ändert. In Jerez haben alle mit null Punkten begonnen.

Marc Marquez wird auch das dritte MotoGP-Rennen in der Saison 2020 verpassen. Bestätigt ist es noch nicht, aber der Honda-Fahrer könnte auch bei den beiden Spielberg-Rennen fehlen. Tritt das ein, dann hätte Marquez fünf der 14 geplanten Grands Prix verpasst. Die realistische Chance auf eine erfolgreiche WM-Titelverteidigung sinkt mit jedem ausgelassenen Rennen.

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Fabio Quartararo, Maverick Vinales, Andrea Dovizioso und Co. haben dadurch einen schwierigen Gegner weniger auf der Strecke. Trotzdem halten die restlichen MotoGP-Fahrer fest, dass sich aus ihrer persönlichen Sicht nicht viel verändert.

„In Jerez haben alle mit 100 Prozent angefangen“, betont Quartararo. „Unser Sport ist sehr riskant. Jeder kann sich verletzen. Für mich ist die Meisterschaft gleich, egal ob Marc Marquez dabei ist oder nicht. Wir arbeiten genau gleich. Die Meisterschaft ist für uns deshalb auch komplett gleich.“

Vinales über Marquez: Manchmal hat man Glück, manchmal hat man Pech

Das sieht auch sein Yamaha-Markenkollege Vinales so: „Marc Marquez ist sehr stark und schwierig zu besiegen. Die Meisterschaft ist jetzt natürlich interessant. Sie wäre aber noch interessanter, wenn er dabei wäre, denn man will alle Fahrer auf der Strecke schlagen.“

„Aber wie Fabio gesagt hat, wir haben alle in Jerez mit null Punkten angefangen. Manchmal hat man Glück, manchmal hat man Pech und einen heftigen Sturz. Wir müssen dieses Jahr so nehmen wie es ist. Die Einstellung ist seit dem ersten Rennen gleich.“

„Wir müssen Stark sein und Erster werden. Unser Ziel lautet, in jedem Rennen auf dem Podest zu stehen“, sagt Vinales. Er ist in der WM-Wertung als Zweiter zum Grand Prix von Tschechien gereist. Sein Rückstand auf Quartararo beträgt zehn Punkte.

„Ich stimme ihnen zu“, nickt Dovizioso, der als WM-Dritter 24-Zähler hinter Quartararo liegt. Alle Fahrer haben natürlich bessere Erfolgschancen, wenn Marquez nicht dabei ist. Trotzdem muss man ein Rennwochenende perfekt umsetzen und besser als der Rest sein.

Positiver Coronatest eine Sorge

„Wir versuchen unser Bestes zu geben und arbeiten normal weiter“, gibt sich Quartararo nach seinen beiden Jerez-Siegen cool. „Wir werden sehen, wie unser Potenzial für Sonntag ist. Freitag und Samstag werden wir an der Rennpace arbeiten.“

„Nach Rennsiegen feiert man immer mit Freunden. Es war aber seltsam. Als ich nach Hause gekommen bin, war niemand da. Ich bin ständig mit der Maske herumgelaufen. Nachdem ich gehört hatte, dass ein Formel-1-Fahrer positiv getestet worden war, war ich beunruhigt.“

Denn COVID-19 ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr. In der Formel 1 musste Sergio Perez nach einem positiven Test das erste Silverstone-Wochenende auslassen. Hat ein Fahrer Pech und muss gleich zwei Grands Prix aussetzen, kann das erhebliche Auswirkungen auf die WM haben.

Aus all diesen Gründen hält Quartararo fest, dass er trotz seiner Position als WM-Führender keinen besonderen Druck spürt: „Nein. Momentan denke ich nicht an die Weltmeisterschaft. Wir sind erst beim dritten Rennen. Ich gehe es Rennen für Rennen an.“

„Ich war auf diesem Level noch nie in dieser Position. Ich glaube aber nicht, dass es richtig wäre, wenn man schon beim dritten Rennen an die Weltmeisterschaft denkt. Ich fühle mich wie zuvor und spüre gar keinen Druck.“ Er will genauso weiterarbeiten wie bisher.

„Jerez ist eine Strecke, die etwas besser für uns gepasst hat, aber die Yamaha funktioniert eigentlich auf allen Strecken sehr gut. Es stimmt, dass es in Brünn viel bergauf geht. Es gibt aber auch viele Kurven. Uns fehlt zwar etwas Leistung, aber unser Lenkverhalten ist sehr gut. Man kann nicht alles haben.“

Die MotoGP in Tschechien: Favorit Fabio Fantastique