Yamaha-Edeltester Jorge Lorenzo unterstreicht, wie wichtig Testfahrer in der heutigen MotoGP-Ära sind – und betont seine Vorzüge in puncto Sensitivität.

Yamaha ließ unlängst mit der Mitteilung aufhorchen, dass Jorge Lorenzo neuer Testfahrer wird. Schon kurz nach der Verkündung drehte der Ex-Champion seine ersten Runden mit der M1. Beim MotoGP-Test in Sepang fuhr der Spanier an zwei Tagen, durfte aber noch nicht das 2020er-Bike testen. Und Lorenzo ist überzeugt, Yamaha helfen zu können: Weil er bei den Tests sehr feinfühlig vorgeht – und somit glasklare Feedbacks liefert.

Advertisement

Durch die steigende Anzahl an Rennen und die immer weniger werdenden Test-Tage sind private Test-Teams von großer Bedeutung. „Die Tests sind heutzutage sehr wichtig. Es ist entscheidend, dabei eine gute Richtung einzuschlagen“, bestätigt Lorenzo im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘.

MotoGP 2020: Spannung nach Sepang-Test

Lorenzo: Vorsaison-Tests eminent wichtig

Für das MotoGP-Jahr 2020 wurden beim Vorsaison-Test in Sepang die Weichen gestellt. „Wenn man hier einen Fehler macht und beim Motor oder Chassis den falschen Weg einschlägt, fehlt einem am Ende die Zeit, um das zu ändern“, stellt Lorenzo klar.

Für die Ingenieure ist es damit die wohl stressigste Zeit des Jahres. Schließlich rückt der Saison-Auftakt in Katar in großen Schritten näher. Vor der Homologation müssen die Eindrücke der Fahrer ausgewertet und umgesetzt werden. Falsche Entscheidungen treffen die etablierten Hersteller besonders im Bereich Motor empfindlich. Denn vor dem Saison-Start wird die Entwicklung der Aggregate eingefroren.

Ex-Champion will Yamaha vor Fehlern bewahren

Genau dabei will Lorenzo helfen, indem er eindeutige Feedbacks liefert. „Eine meiner Stärken als Fahrer war, dass ich sehr feinfühlig bin. Das war schon als Kind so. Wenn mein Vater eine kleine Änderung machte, spürte ich das sofort“, erinnert sich der dreimalige MotoGP-Champion.

„Ich verfüge über eine Sensitivität, die anderen Fahrern fehlt. Ich war noch feinfühliger als Valentino (Rossi, Anm. d. Red.), der ohnehin schon ein sehr sensibler Fahrer ist. Das kann Yamaha nutzen, und dadurch Fehler beim neuen Bike vermeiden“, erklärt Lorenzo.