Neunfach-Weltmeister Valentino Rossi glaubt, wäre Pol Espargaro nicht gestürzt, hätte KTM in Brünn einen Doppelsieg eingefahren.

Mit dem 200. Podestplatz in der Königsklasse klappte es für Valentino Rossi beim Grand Prix von Tschechien zwar nicht, aber trotzdem war der Yamaha-Fahrer mit seinem Rennen zufrieden. Nach 21 Runden hatte er siebeneinhalb Sekunden Rückstand auf Brünn-Sieger Brad Binder (KTM).

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„Sie sind beängstigend“, sagt Rossi über KTM. „Ich denke, wenn Pol nicht gestürzt wäre, dann hätten sie einen Doppelsieg gefeiert. Ihr Motorrad ist sehr schnell. Binder und Espargaro geben mächtig Gas. Ich denke, sie sind für die nächsten Rennen in Österreich Favorit.“

Rossi fuhr als Fünfter ins Ziel. Er hatte die Fahrer bis auf Platz zwei praktisch direkt vor sich im Blickfeld. „Das war heute ein gutes Rennen“, nickt der Italiener deshalb zufrieden. Von Startplatz zehn kommend machte Rossi bis zum Ende der ersten Runde eine Position gut.

Mit der Funktionsweise des neuen Holeshot-Device für den Start ist er zufrieden: „Mir gefällt das System, wir starten etwas besser. Der Start ist in der MotoGP entscheidend. Wenn man einige Positionen gutmachen kann, dann ist das sehr wichtig, denn Überholen ist sehr schwierig.“

Performance besser als beim Podestplatz in Jerez

In Runde vier machte Rossi seine Manöver und schnappte sich seinen Teamkollegen Maverick Vinales für Rang acht. Während Vinales mit dem weichen Hinterreifen Mühe hatte und schlussendlich nur 14. wurde, ging es für Rossi in der Folge nach vorne.

In der Startaufstellung hatte sich der neunmalige Weltmeister im letzten Moment doch für den Medium-Hinterreifen entschieden. Zwölf Runden vor Rennende überholte Rossi Aleix Espargaro (Aprilia). Als dann Pol Espargaro (KTM) im Zweikampf mit Johann Zarco (Avintia-Ducati) stürzte, war er Sechster.

In der Schlussphase rückte die Verfolgergruppe zusammen. Rossi konnte noch Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) überholen und in den letzten Runden die Angriffe von Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) abwehren und Platz fünf ins Ziel bringen.

„Das zweite Rennen in Jerez war besser, weil ich dort auf dem Podium war, aber generell war meine Performance hier besser“, vergleicht Rossi, „weil ich hier aus der vierten Reihe starten musste. Meine Performance war von Start bis ins Ziel gut, ich fühlte mich auf dem Bike wohl.“

„Schade, dass ich im Qualifying Fehler gemacht habe, denn von einem Startplatz eine Reihe weiter vorne hätte ich um das Podium kämpfen können. Aber trotzdem war es eine gute Performance und das Rennen hat mir Spaß gemacht.“

In der Weltmeisterschaft reist Rossi nun als Siebter von Tschechien weiter nach Österreich. Für das kommende Wochenende ist für Spielberg teilweise Regen vorhergesagt. Diese vorläufige Prognose ist aber nicht nach dem Geschmack des 41-Jährigen.

„Wir kommen von der Sahara-Hitze in Jerez und auch hier in Brünn war die Asphalttemperatur sehr hoch. Sollte es in Österreich regnen, dann sind das nie gute Neuigkeiten, weil ich nicht gerne im Regen fahre.“ In Österreich stehen an den kommenden beiden Wochenenden zwei Grands Prix auf dem Programm.