Ein Wechsel war offenbar ernsthaft ein Thema: Maverick Vinales räumt ein, dass er mit Yamaha einiges zu besprechen hatte, bevor er seinen Vertrag für 2021/22 unterzeichnete.

Im letzten Herbst soll sich Ducati intensiv um die Dienste von Maverick Vinales bemüht haben. Gleichzeitig wurde der Spanier mit seiner Yamaha konkurrenzfähiger. In Australien kämpfte er um den Sieg, anschließend triumphierte er souverän in Malaysia. Und verbesserte sich so in der WM-Wertung noch auf Platz drei.

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Dieser Aufwärtstrend und die großen Anstrengungen bei Yamaha, um wieder ein regelmäßiger Sieg-Anwärter zu werden, überzeugten Vinales dann aber schlussendlich, zu bleiben. Ende Januar unterschrieb er bei den Japanern für die Jahre 2021/22. Doch hinter den Kulissen gab es von seiner Seite durchaus Überlegungen, zu einem anderen Hersteller zu wechseln.

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Vinales: „Dann kam der Tag der Entscheidung“

„Es war keine einfache Entscheidung“, sagt Vinales zu seiner frühen Vertrags-Verlängerung. „Ich musste mit Yamaha viele Punkte klären. Denn im Jahr zuvor fühlte ich mich nicht so wirklich gut“, spielt der Spanier auf die schwierige Saison 2018 an. Im Jahr darauf wurde in seiner Crew dann aber einiges verändert, und die Zusammenarbeit mit Esteban Garcia spielte sich immer besser ein.

„Ich habe mir gedacht, wenn Yamaha das bevorzugt (einen Wechsel von Vinales, Anm. d. Red.), dann werde ich wechseln. Bevorzugen sie das nicht, dann werde ich warten“, erklärt Vinales. Erste Gespräche mit anderen Teams führte dabei aber nicht er selbst, sondern sein engstes Umfeld. „Ich war nicht wirklich involviert. Und als dann der Tag der Entscheidung kam, habe ich mich entschieden.“

WM-Titel mit Yamaha das große Ziel

„Ich spürte eine gute Unterstützung von Yamaha. Als wir in der Fabrik waren, habe ich viele positive Dinge gesehen. Dann haben wir den Vertrag unterschrieben. Jetzt habe ich drei Jahre die Möglichkeit, den Titel zu gewinnen“, gibt der Spanier sein klares Ziel vor. „Vor allem seit der Sommerpause spürte ich die Unterstützung. Ich hatte auch meine Mentalität für gute Resultate verändert.“

„Es war natürlich schwierig. Aber ich denke, wir haben eine starke Mannschaft geformt. Jedes Team-Mitglied zählt für mich. Das spielte für meine Entscheidung eine große Rolle – es ist mein Team. Wir haben eine gute Atmosphäre, die ich nicht zerstören wollte. Denn ich fühle mich gut aufgehoben und unterstützt, habe dadurch Spaß am Rennfahren. Das war für mich einer der Hauptgründe, um bei Yamaha zu bleiben.“

Nach drei Jahren Aufbau-Arbeit bei Yamaha will Vinales nun die Früchte ernten. Zur Trainings-Vorbereitung übersiedelte er in der Winterpause auch nach Doha. „Ich fühle mich körperlich und mental bereit. Ich denke, als Team können wir es schaffen. Ich habe nicht allzu viel über andere Teams nachgedacht, und ob ich bleiben oder wechseln soll. Ich habe mich nur auf mich konzentriert und versucht, besser zu werden.“