Jorge Navarro stellt seine Speed-up im Moto2-Qualifying von Australien auf die Pole-Position. Wetterkapriolen erschweren die Zeitenjagd. Marcel Schrötter enttäuscht.

Jorge Navarro hat sich im Moto2-Qualifying auf Phillip Island mit einer Zeit von 1:33.565 Minuten seine dritte Pole-Position in dieser Saison gesichert. Der Speed-up-Pilot profitierte von einem späten Regenschauer. Dieser ließ KTM-Konkurrent Brad Binder (KTM) und Luca Marini (Kalex) auf den Plätzen zwei und drei zurück.

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Das Qualifying war nach einer Unterbrechung in der Moto3 mit etwas Verspätung gestartet. Zunächst wurde man mit Sonnenschein und einer trockenen Strecke belohnt. Dennoch fuhren einige der 18 Fahrer in Q2 zu Beginn der Session extrem langsam, um sich ein schnelles Hinterrad zu suchen. So etwas sieht die Rennleitung gar nicht gern.

Früh auf Tempo kamen die beiden Speed-up-Piloten Navarro und Fabio Di Giannantonio. Sie hatten sich bereits im dritten Freien Training stark präsentiert. Doch auch die KTM-Teamkollegen Jorge Martin und Brad Binder sowie Luca Marini (Kalex) waren schnell unterwegs. Zwischen ihnen ging es im Spitzenfeld hin und her.

Navarro führte vor Regen

Als fünf Minuten vor dem Ende der Session Regen einsetzte, lag Navarro in Führung und konnte nicht mehr angegriffen werden. Denn die Bedingungen waren zu schlecht, um sich weiter zu steigern. Binder und Marini blieben folglich auf den Plätzen zwei und drei stehen, während Di Giannantonio das Qualifying an vierter Stelle beendete.

Er teilt sich die zweite Startreihe mit KTM-Pilot Martin und WM-Leader Alex Marquez (Kalex), der den sechsten Platz von Sam Lowes erbt. Wegen seiner gefährlichen Aktion gegen Jesko Raffin am Freitag ist der Brite von der Rennleitung hart bestraft worden. Er muss im morgigen Moto2-Rennen von ganz hinten starten.

Raffin feierte auf seiner NTS derweil mit Platz acht sein bestes Qualifying-Ergebnis. Dahinter klassierten sich Marco Bezzecchi und Iker Lecuona (beide KTM) auf den Plätzen neun und zehn. Sie rücken wegen besagter Strafe für Lowes in der Startaufstellung aber jeweils einen Platz nach vorn. Tom Lüthi (Kalex) wurde Elfter.

Schrötter enttäuscht auf P20

Im ersten Qualifying-Abschnitt waren zuvor ebenfalls 18 Piloten unterwegs, um sich die letzten vier Plätze für den Q2-Einzug zu sichern. Marcel Schrötter hatte dabei jedoch das Nachsehen. Denn der deutsche Kalex-Pilot musste sich gleich sechs Gegner geschlagen geben und kam nicht über Platz sieben hinaus. Das bedeutet Startplatz 20.

Stattdessen sicherten mit Lowes, Remy Gardner, Xavi Vierge und Marini vier andere Kalex-Fahrer den nachträglichen Sprung in Q2. Lorenzo Baldassarri (ebenfalls Kalex) verpasste diesen auf Platz fünf nur um 0,040 Sekunden. Dabei machte ein später Regenschauer in Kurve 1 vielen ihre letzte fliegende Runde zunichte.

Genau dort verlor Lukas Tulovic am Ende der Session die Kontrolle über seine KTM und stürzte. Der Deutsche blieb folglich auf Rang 17 stehen. Seine deutschsprachigen Moto2-Kollegen Dominique Aegerter (MV Agusta) und Philipp Öttl (KTM) beendeten Q1 auf den Plätzen zehn und zwölf. Sie gehen als von Position 23 und 25 ins Rennen.

Aegerter sorgte im Laufe des Qualifyings mit einem spektakulären Save für Aufsehen. Den Schweizer hebelte es dermaßen aus dem Sitz seiner Maschine, dass er auf dem Lenker quasi einen Handstand vollführen musste. Doch er rettete die Situation und machte damit den beiden Marquez-Brüdern ernsthafte Konkurrenz.