Enges Feld in der Moto2: Tom Lüthi entscheidet das erste Training in Katar vor Jorge Martin hauchdünn für sich. Marcel Schrötter ist als Zehnter in Reichweite.

Tom Lüthi aus dem deutschen IntactGP-Team hat das erste Freie Training der Moto2 in Katar als Schnellster beendet. Der Kalex-Pilot setzte sich mit einer Zeit von 1:59.168 Minuten knapp gegen Jorge Martin (Kalex/+0,017 Sekunden) durch. Moto2-Rookie Aron Canet (Speed Up/+0,046 beeindruckte mit Platz drei.

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Für die mittlere WM-Klasse öffnete die Boxengasse um 14:20 Uhr Ortszeit. Insgesamt 30 Stammpiloten verzeichnet die Moto2 in diesem Jahr. Sam Lowes, neu im Marc-VDS-Team, geht allerdings angeschlagen in die neue Saison. Bei einem Privattest in Jerez brach er sich unter anderem den Oberarm, tritt aber in Katar an.

Bereits in ersten zehn Minuten der Trainingssession kristallisierte sich Kurve 6 als Sturzhotspot heraus. Erst verlor Xavi Vierge dort die Kontrolle über seine Kalex. Kurz darauf stürzte in derselben Kurve auch sein Markenkollege Enea Bastianini. Einige Runden später erwischte es zudem Jorge Navarro auf seiner Speed Up.

Marcel Schrötter in den Top 10

Alle rutschten über das Vorderrad weg, konnten ihre Fahrt aber wieder aufnehmen. Im Klassement war die Spitze sich zur Halbzeit des 40-minütigen Trainings in der Hand des Sky-Racing-Teams von Valentino Rossi. Luca Marini (Kalex) hielt mit 1:59.301 Minuten die Bestzeit vor seinem neuen Teamkollegen Marco Bezzecchi auf Platz zwei.

Bei noch zehn Minuten auf der Uhr übernahm Tom Lüthi die Führung. Doch auch der Rest des Moto2-Feldes ging noch einmal auf Zeitenjagd. Auch wenn sich Martin im Schlussspurt noch heranschob, konnte er Lüthi von der Spitze dann doch nicht mehr verdrängen. Die Abstände blieben mit wenigen Hundertsteln im Spitzenfeld aber denkbar knapp.

Hinter Canet auf Platz drei schafften es außerdem Augusto Fernandez und Joe Roberts (beide Kalex) in die Top 5. Dahinter folgten mit Remy Gardner, Marini und Bezzecchi drei weitere Kalex. Speed-Up-Pilot Navarro sicherte sich nach seinem Sturz noch Rang neun. Marcel Schrötter (Kalex) komplettierte die Top 10 mit 0,278 Sekunden Rückstand.

Moto2: FP1 als erstes Einfahren

Einen späten Sturz in Kurve 15 erlebte Lorenzo Baldassarri (Kalex), der auf Platz 17 hängen blieb. Die schnellste NTS-Maschine war mit Bo Bendsneyder an 18. Stelle zu finden. Dahinter rangierte Stefano Manzi mit der MV Agusta auf Platz 19. Der angeschlagene Lowes beendete das Training als 28. Ihm fehlten 1,953 Sekunden auf die Spitze.

Wie für die Moto3 gilt auch für die Moto2, dass das erste Training nur ein erstes Einfahren war. Erst in der zweiten Session des Tages werden ähnliche Bedingungen wie im Qualifying und Rennen herrschen, die am späten Nachmittag/frühen Abend stattfinden. Damit einher gehen kühlere Temperaturen und der Einbruch der Dämmerung.