Ducati-Pilot Andrea Dovizioso sichert sich die Bestzeit beim Auftakt in Österreich. Marc Marquez mit gebrauchten Reifen Zweiter, Valentino Rossi Fünfter.

Andrea Dovizioso hat Ducati beim Auftakt in Österreich eine Trainingsbestzeit beschert. Auf Grund der unsicheren Wetterprognose gingen die meisten Piloten am Ende des FP1 mit frischen Reifen auf Zeiten-Jagd. Dovizioso verdrängte Marc Marquez (Honda) von der Spitze.

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Im Gegensatz zu Dovizioso verzichtete Marquez auf einen neuen Reifen. Neben Ducati und Honda startete auch Yamaha vielversprechend ins Wochenende und brachte drei Fahrer in die Top 10.

Marquez startete am besten ins erste Training und führte nach dem Schlagabtausch die Wertung mit einer 1:24.338er-Runde an. Bereits nach wenigen Minuten kam es zu einem Zwischenfall mit Yamaha-Pilot Maverick Vinales.

Marquez überholte seinen Landsmann und verschätzte sich beim Anbremsen der nächsten Kurve. Der Weltmeister musste durchs Kiesbett fahren und kehrte danach an die Honda-Box zurück. Vinales drehte sich provokant um und beobachte, wie Marquez mit seiner Honda durch das Kiesbett steuert.

Schlechter Auftakt für Dovizioso

Pramac-Pilot Jack Miller, dessen Zukunft momentan offen ist, startete vielversprechend in das Wochenende. Er lag kurz vor der Halbzeit hinter Marquez auf der zweiten Position. Überhaupt nicht gut verlief der Auftakt von Andrea Dovizioso, der 2017 in Spielberg gewann. Der Ducati-Werkspilot fand sich nach der Hälfte des FP1 nur auf Position 15 wieder. Mit dem Beginn des finalen Drittels verbesserte sich der Vizeweltmeister aber deutlich.

Marquez hatte die Benchmark auf 1:24.218 Minuten nach unten korrigiert. Dahinter folgten sieben Minuten vor dem Ende der Session Yamaha-Pilot Vinales und die Ducati-Piloten Miller und Dovizioso. Fabio Quartararo bestätigte auf Position fünf, dass in Spielberg mit Yamaha zu rechnen ist.

Schrecksekunde für KTM-Pilot Hafizh Syahrin

Sechs Minuten vor dem Ende des FP1 stürzte Tech-3-KTM-Pilot Hafizh Syahrin in Kurve 9. Syahrin lag benommen in der Auslaufzone und wurde von den Streckenposten geschützt. Das Training wurde fortgesetzt.

KTM-Markenkollege Miguel Oliveira stürmte zweieinhalb Minuten vor dem Ende des Trainings in die Top 5 und deutete das Potenzial der KTM RC16 in Spielberg an. Ebenfalls schnell unterwegs war Dovizioso, der zwei Minuten vor dem Ende knapp an Marquez‘ Zeit scheiterte. Nur 0,036 Sekunden trennten den Italiener von der bisherigen Bestzeit. Die Top 10 lagen innerhalb von 0,7 Sekunden.

Dovizioso mit spannender Zeiten-Jagd am Ende des FP1

Auf Grund der unklaren Wetterprognose gingen beinahe alle Fahrer am Ende des FP1 auf Zeitenjagd. Dovizioso übernahm beim finalen Versuch mit einer 1:24.033er-Runde die Spitze. Marquez verzichtete auf einen frischen Reifen und beendete das FP1 auf Position zwei. Dovizioso und Marquez wurden durch 0,185 Sekunden voneinander getrennt.

Vinales brachte Yamaha in die Top 3. Dahinter war Jack Miller bester Nicht-Werksfahrer. Valentino Rossi schob sich mit seiner letzten Runde in die Top 5 und fuhr minimal schneller als Markenkollege Fabio Quartararo. Alex Rins (Suzuki), Johann Zarco (KTM), Takaaki Nakagami (LCR-Honda) und Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) komplettierten die Top 10.

Außerhalb der Top 10 fanden sich mit Cal Crutchlow (LCR-Honda), Danilo Petrucci (Ducati) und Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) einige bekannte Namen wieder. Und auch Stefan Bradl (Honda) verpasste den Sprung in die Top 10 und fand sich im FP1 auf Position 19 wieder. Der Zahlinger hatte 1,618 Sekunden Rückstand.

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