Davide Brivio hinterlässt nach seinem Abgang bei Suzuki eine Lücke. Diese will das MotoGP-Team intern schließen.

Mit dem Weggang von Davide Brivio beginnt für Suzuki eine neue Ära. Der ehemalige Teammanager, der das MotoGP-Projekt des japanischen Herstellers seit dem Comeback begleitete und mitgestaltete, hinterlässt eine große Lücke.

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Nicht umsonst sprach Shinichi Sahara nach Bekanntwerden des Abschieds von einer „schockierenden Nachricht“. Im Nachgang betont Suzukis MotoGP-Projektleiter: „Ich weiß wirklich zu schätzen, was Davide getan hat, seit er zu Suzuki gekommen ist. Er hat das neu geschaffene Projekt von damals zu einem Top-Team ausgebaut.“

Gleichzeitig versichert Sahara, dass man den Weg auch ohne Brivio nicht verlieren werde, „denn wir haben die Dinge immer auf die gleiche Art und Weise betrachtet und waren uns über die Richtung einig, die wir einschlagen wollten“.

Lücke soll intern kompensiert werden

„Außerdem haben wir fachkundige Mitarbeiter, die uns beim Management helfen. Ich habe volles Vertrauen in die Teamstruktur, die wir haben, und in die Leute, die sie mit aufgebaut haben“, so der Projektleiter. Deshalb soll Brivios Stelle auch nicht mit einem externen Manager neu besetzt, sondern die Lücke intern geschlossen werden.

„Ich denke, dass wir die Situation mit den Leuten innerhalb von Suzuki bewältigen können, und das ist der beste Weg für uns. Wir wissen, wer wir sind, wie wir arbeiten, wie wir miteinander umgehen und was wir brauchen“, erklärt Sahara. Das könnte freilich auch gewisse Umstrukturierungen innerhalb des Teams zur Folge haben.

Doch der Projektleiter weiß: „Es ist immer notwendig, die Teamstruktur zu verfeinern, um das Maximum an Leistung aus jedem Mitglied herauszuholen, auch ohne den Weggang von Davide.“ Negative Auswirkungen auf die Fahrer fürchtet er nicht.

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Mit Rins und Mir auch 2021 um den Titel kämpfen

„Es wird keinen Einfluss auf die Fähigkeit unserer Fahrer haben, um die Meisterschaft zu kämpfen“, hält Sahara fest. „Wir sind bereits Meister und wir haben zwei junge, talentierte und großartige Fahrer. Sie wissen, wie sie mit Schwierigkeiten oder schwierigen Situationen umgehen und den Druck immer im Griff haben.“

Bis einschließlich 2022 macht Suzuki mit seinem seit zwei Jahren angestammten Fahrerduo aus Alex Rins und Joan Mir weiter. Letzterer gewann in der vergangenen Saison den Titel und krönte sich damit zum ersten Suzuki-Weltmeister seit 20 Jahren.

Mit Blick auf diese Saison und die Mission Titelverteidigung sagt Sahara: „Wir werden so arbeiten, wie wir es kennen, und jetzt, wo wir die Meisterschaft gewonnen haben, sogar noch mehr als zuvor. Unsere Einstellung hat sich nicht geändert: Wir werden versuchen, mit unseren beiden starken Fahrern wieder um den Titel zu kämpfen.“

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