Aprilia-Botschafter Max Biaggi nimmt Stellung zu den Spekulationen, dass er Andrea Iannone beim MotoGP-Test in Sepang ersetzt – und bewertet das Potenzial der RS-GP 2020.

Mit der Aussicht, dass Andrea Iannone beim ersten offiziellen MotoGP-Test des Jahres in Sepang aufgrund des Doping-Vorwurfs nicht dabei sein kann, brachte Aprilia als möglichen Ersatzk-Kandidaten nicht nur Testpilot Bradley Smith ins Spiel. Auch die Namen von Max Biaggi und Lorenzo Savadori fielen in dem Zusammenhang.

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Während Savadori letztes Jahr noch MotoE fuhr, hat Biaggi seine Zeit als aktiver Rennfahrer schon lange hinter sich. Zwar testete er in seiner Funktion als Aprilia-Botschafter in Sepang jüngst die neue RSV4 X und äußerte sich begeistert. Ein Comeback auf einem MotoGP-Bike wäre aber dennoch eine ziemliche Überraschung.

In einem Interview, das der Italiener auf der Motor Bike Expo in Verona gab, hält er fest: „Soweit ich weiß, werde ich bei den MotoGP-Tests nicht mehr auf dem Motorrad sein. Aber ich habe nichts dagegen, sollte meine Anwesenheit erforderlich sein, wenn Aprilia mich anruft. Selbst wenn es nur zum Spaß ist, bin ich immer für Aprilia da.“

MotoGP-Test mit Aprilia? Kein klares Dementi

Gänzlich auszuschließen ist ein Einsatz Biaggis also nicht, wenn auch eher unwahrscheinlich. Er selbst ist offenbar nicht abgeneigt. „Für mich bleibt Motorradfahren das Beste auf der Welt, wie für alle Fans“, betont der 48-Jährige. Ob nun auf der Strecke oder an der Seitenlinie, die Entwicklung bei Aprilia verfolgt er so oder so aufmerksam.

Vom Potenzial der neuen Aprilia mit 90-Grad-V4-Motor ist Biaggi überzeugt: „Wenn ein Motor gute Formen annimmt, ist das eine ausgezeichnete Sache. Ich sehe das Potenzial. Es gibt die Tests in Sepang, und es wird interessant sein, denn es gibt einige Fahrer, die sowohl den Shakedown als auch die Tests mit den Werksbikes durchführen werden.“

Zu ihnen zählt Honda-Neuzugang Alex Marquez, der von der neuen Rookie-Regel profitiert. „Sie werden große Fortschritte bei der Entwicklungsarbeit machen“, glaubt Biaggi. Auf diese hofft der Italiener auch in seinem eigenen Moto3-Team, das sich für die Saison 2020 nicht nur beim Fahrer-Duo komplett neu aufgestellt hat.

Eigenes Moto3-Team: Biaggi erwartet Steigerung

Statt mit KTM-Maschinen geht das Sterilgarda Max Racing Team in diesem Jahr auf Husqvarna an den Start. Als Fahrer wurden Romano Fenati und Alonso Lopez verpflichtet. „Fenati hat Potenzial, er hat bereits mehr als jeder andere in der Moto3 gewonnen“, sagt Biaggi über den jungen Italiener, der nach einem Jahr in der Moto2 wieder absteigt.

„Meiner Meinung nach kann er mit uns um den Sieg kämpfen, vielleicht eine Weltmeisterschaft auf dem Niveau von Canet im Jahr 2019 machen. Es wäre wichtig für ihn, seine Karriere neu zu starten. Wir sind ein Team, das einen schnellen Fahrer will, denn wir haben ein gutes Motorrad. Ich glaube, es wird schneller als in der letzten Saison sein.“