Valentino Rossi spricht von „sehr großem Glück“, dass bei dem beängstigenden Unfall in Österreich nichts passiert ist. Für seine Zukunft ändert das aber nichts.

Valentino Rossi und Maverick Vinales hatten beim ersten MotoGP-Rennen in Spielberg alle Schutzengel auf ihrer Seite. Nach dem Crash von Johann Zarco und Franco Morbidelli wurden Rossi und Vinales nur um Haaresbreite von den beiden herumfliegenden Motorrädern verfehlt.

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„Es war ein sehr schwieriger Moment, sehr beängstigend“, betont Valentino Rossi auch vier Tage später. „Ich habe nur gesehen, wie das Motorrad von Zarco über Maverick geflogen ist. Das Motorrad von Franco habe ich gar nicht gesehen, denn das war zu nahe und zu schnell.“

Dem erfahrenen Motorrad-Superstar ist bewusst, dass die Schutzengel ganz genau aufgepasst hatten: „Wir hatten sehr, sehr viel Glück, dass uns beide Motorräder nicht getroffen haben.“ Rossi gibt auch zu, dass es vor dem Neustart „eine sehr schwierige Situation“ war.

Horrorcrash von Morbidelli und Zarco

Auch nach der MotoGP gefährliche Aktivitäten

Doch nach der Rennunterbrechung stieg auch der Italiener wieder auf seine Yamaha mit der Startnummer 46 und wurde noch Fünfter. Seit dem Jahr 1996 hat Valentino Rossi 406 Grands Prix bestritten und nicht nur die Höhen, sondern auch die Tiefen, die Gefahr und Tragödien miterlebt.

2011 war er in den tödlichen Unfall von Landsmann und Freund Marco Simoncelli verwickelt gewesen. Doch ein Rücktritt kam für Rossi damals nicht infrage. Zwei Wochen nach der Tragödie in Sepang fuhr Rossi das Rennen in Valencia.

Nun ist der 41-Jährige in Österreich um Haaresbreite einem schweren Unfall entkommen. Ändert diese gefährliche Situation etwas? „Nein“, hält Rossi fest. „Wenn ich mit der MotoGP aufhöre, würde ich etwas anderes machen, das gefährlich ist.“

Valentino Rossi: Fokus auf Spielberg 2

„Ich will Autorennen fahren und an den 24 Stunden teilnehmen. Auch das ist gefährlich. Wenn man ein Fahrer ist, dann ist es eben riskant. Deswegen ändert sich meine Einstellung nicht und ich werde im nächsten Jahr weitermachen.“

Sein Fokus liegt nun auf dem zweiten Rennen auf dem Red-Bull-Ring. „Es ist immer seltsam, wenn man noch ein Rennen auf der gleichen Strecke hat“, sagt der Italiener. „Aber wir haben viele Daten gesammelt und müssen schauen, dass wir besser loslegen und in der Topgruppe dabei sind.

„Für uns ist diese Strecke schwierig. Unsere Pace war nicht fantastisch. Wir konnten nicht um das Podium oder den Sieg kämpfen. In der zweiten Rennhälfte war es aber nicht so schlecht. Ich bin konstant gefahren und habe meine Pace gehalten.“ Am vergangenen Sonntag war Valentino Rossi als Fünfter der beste Yamaha-Fahrer.

Die MotoGP in der Steiermark: Drama am Spielberg