Aleix Espargaro wird auch 2021/22 für Aprilia in der MotoGP fahren – der Teamleader kann sich sogar vorstellen, seine Karriere bei den Italienern zu beenden.

Aleix Espargaro geht auch in den kommenden beiden Jahren für Aprilia in der MotoGP an den Start. Der italienische Hersteller gab jetzt die Vertrags-Verlängerung mit dem Spanier für 2021/22 bekannt. Die neu entwickelte RS-GP 2020 sorgt für Aufbruchstimmung. Denn die Anzeichen bei den Winter-Tests im letzten Februar waren vielversprechend.

Advertisement

Deshalb gibt es sowohl bei Espargaro als auch Aprilia das Bestreben, auch länger als die nächsten beiden Jahre zusammenzuarbeiten. Läuft alles gut, ist sogar eine weitere Vertrags-Verlängerung für 2023/24 denkbar. Espargaro kann sich sogar vorstellen, seine sportliche Karriere bei Aprilia zu beenden.

„Der menschliche Aspekt ist für mich sehr wichtig“, erklärt der Spanier. „In diesen vier Jahren ist Aprilia zu meiner zweiten Familie geworden. Mit diesem neuen Vertrag, der der wichtigste meiner Karriere ist, zeigen sie mir, dass ich im Mittelpunkt dieses Projekts stehe.“

Massimo Rivola: Espargaro ist der „Kapitän“

„Aus technischer Sicht haben mich die Fortschritte in den letzten Monaten überzeugt. Wir haben uns personell verstärkt, und das Debüt der RS-GP 2020 bei den Tests war positiv. Wir müssen die Arbeit gemeinsam zu Ende bringen, die wir im vergangenen Winter begonnen haben.“

Seit Monaten war klar, dass Aprilia Espargaro halten will. „Wir wollten Aleix unbedingt bestätigen. Und wir sind froh, dass es jetzt geklappt hat“, sagt Motorsportchef Massimo Rivola. „Es ist eine turbulente Phase auf dem Fahrermarkt.“

„Für die Kontinuität unseres Projekts ist es essenziell, dass wir mit einem Kaliber wie Aleix weitermachen. Er ist unser Kapitän. Wir haben ein komplett neues Projekt mit neuen Ressourcen begonnen. Jetzt hoffen wir, dass er Aprilia schon bald an die Spitze führen wird, wo wir noch nie in der MotoGP-Geschichte waren.“

Petrucci neuer Aleix-Teamkollege bei Aprilia?

Nach zwei Jahren bei Suzuki wechselte Espargaro vor der Saison 2017 zu Aprilia. Die ersten drei Jahre verliefen ernüchternd – Spitzen-Plätze blieben aus, hinzu kamen viele technische Defekte. Der Spanier beendete die WM auf den Plätzen 15, 17 und 14.

Wer im kommenden Jahr zweiter Aprilia-Fahrer sein wird, ist noch offen. Rivola stärkte in den letzten Monaten Andrea Iannone den Rücken. Der Italiener hat beim Internationalen Sportgerichtshof Einspruch gegen seine Doping-Sperre eingelegt. Das Urteil steht noch aus.

Solange Iannone gesperrt ist, würde Testfahrer Bradley Smith die Rennen bestreiten. Gute Chancen auf die zweite RS-GP im nächsten Jahr soll Danilo Petrucci haben, der seinen Platz im Ducati-Werksteam an Jack Miller verloren hat.