Noch immer ist unklar, ob es zwischen Andrea Dovizioso und Ducati weitergeht – Pramac-Teammanager Francesco Guidotti findet zu dieser Hängepartie deutliche Worte.

Pramac-Ducati steht in den Startlöchern für den MotoGP-Saisonauftakt am 19. Juli. Beim Spanien-Grand-Prix in Jerez steht dem italienischen Kunden-Team erstmals für beide Piloten die aktuelle Desmosedici zur Verfügung. Mit Jack Miller und Francesco Bagnaia rechnet man sich daher einiges aus.

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„Wir jagen immer noch unserem ersten Sieg hinterher. Manchmal waren wir schon knapp dran“, sagt Teammanager Francesco Guidotti bei ‚Sky Sport Italia‘. „Wir wollen konstant in den Top 5 sein. Man darf nicht vergessen, dass wir ein Satelliten-Team sind, obwohl wir von Ducati bestmöglich unterstützt werden.“

Miller wird Pramac am Ende des Jahres verlassen und ins Ducati-Werksteam wechseln. Sein Nachfolger wird voraussichtlich Jorge Martin, obwohl das noch nicht offiziell bestätigt ist. Der Spanier ist Ducatis Wunsch-Pilot und wäre ein neues, junges Gesicht.

Legt Dovizioso seine MotoGP-Karriere auf Eis?

Offen ist weiterhin die Zukunft von Andrea Dovizioso im Werksteam. Guidotti findet dazu klare Worte. „Wenn man nach sieben, acht Jahren der Zusammenarbeit immer noch ein paar Rennen warten will, um eine Entscheidung zu treffen, dann ist offensichtlich etwas nicht in Ordnung.“

„Natürlich hoffe ich auf eine Einigung, die für beide Seiten gut ist. Ich habe gehört, dass ‚Dovi‘ ein Jahr pausieren könnte. Aber ich denke, das wäre riskant“, meint der Italiener. Gerüchte über ein Comeback von Jorge Lorenzo halten sich in diesem Zusammenhang ebenfalls hartnäckig.

„Ich weiß es nicht“, sagt Guidotti über eine mögliche Rückkehr des Ex-Weltmeisters. „Wenn man sich die Ergebnisse ansieht, dann ja. Aber es gibt viele Zweifel. Sollte er zurückkommen, dann wäre Ducati sicherlich der richtige Platz für ihn.“

Pramac-Teamboss über Lorenzo-Gerüchte

Bei Pramac ruhen die Hoffnungen indes in erster Linie auf Miller. Fünfmal stand „Jackass“ letztes Jahr als Dritter auf dem Podest. „Jack ist voll motiviert, weil er in Australien nicht in Quarantäne musste. Und stattdessen jeden Tag mit allen möglichen Fahrzeugen trainiert hat.“

„Der künftige Wechsel ins Werksteam ist zusätzliche Motivation. Dass es nur einen Test-Tag gibt, könnte für ihn ein Vorteil sein, weil er körperlich fit ist. Auch wenn Jerez eine Strecke ist, die nicht unbedingt gut zu unserem Motorrad passt.“

Von Bagnaia erwarten die Team-Bosse nach seiner eher durchwachsenen Rookie-Saison eine Steigerung. „Seine Vertrags-Verlängerung ist so gut wie sicher, aber noch nicht erledigt“, sagt Guidotti. „Wir wollen ihn auf positive Weise unter Druck setzen. Deshalb hoffen wir bei ihm auf einen guten Saisonstart.“