Da es im März keine MotoGP-Rennen geben wird, nutzen KTM, Honda und Suzuki die Pause für private Testfahrten in Jerez. Eine geplante Teilnahme von Aprilia ist fraglich.

Während die Klassen Moto2 und Moto3 in Katar ihre ersten Rennen 2020 absolviert haben, befindet sich die Königsklasse MotoGP in der Warteschleife. Die Motorräder und das gesamte Equipment wurde für den weiteren Transport verpackt und befindet sich nach wie vor in den Boxen des Losail-Circuits. Hinter den Kulissen wird trotzdem weitergearbeitet.

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Die Arbeit beschränkt sich derzeit hauptsächlich auf die Motorsport-Abteilungen der jeweiligen Hersteller. Dennoch sind im März Testfahrten geplant. „Man versucht natürlich parallel mit dem Testteam etwas aufzubauen“, sagt KTM-Teammanager Mike Leitner bei ‚ServusTV‘. „Wir haben natürlich schon länger Mitte März einen dreitägigen Test mit Dani geplant gehabt.“

Vom 18. bis 20. März ist Jerez de la Frontera für private Testfahrten reserviert. Neben Dani Pedrosa will KTM auch die Stammfahrer fahren lassen. „Jetzt werden wir auch versuchen, die MotoGP-Fahrer dabei zu haben, damit sie im Tempo und im Rhythmus bleiben“, so Leitner. Aufgrund der Ausnahmen durch die Konzessionspunkte dürfte KTM mit Pol Espargaro und Co. testen.

MotoGP: Kann Aprilia am geplanten Test teilnehmen?

Das wäre ein enormer Vorteil, denn die Fahrer der anderen Hersteller (mit Ausnahme von Aprilia) dürfen derzeit auf kein MotoGP-Bike steigen. „Es ist nicht so einfach. Man hatte eine lange Winterpause und diese sechs Testtage. Man will natürlich, dass die Jungs auf dem Motorrad sitzen“, hält Leitner fest.

Auch Honda und Suzuki werden Mitte März in Jerez testen. Für Honda ist Stefan Bradl vorgesehen und für Suzuki Sylvain Guintoli. Auch Aprilia hat schon länger diesen Test mit den Testfahrern geplant. Deswegen ließ man Material von Katar nach Italien zurückschicken, um den Test vorzubereiten.

Ähnlich wie KTM will Aprilia auch Stammfahrer Aleix Espargaro, der zuletzt mit seiner Familie in Doha weilte, zu diesem Test hinzuziehen. Allerdings ist momentan unklar, ob Aprilia den Jerez-Test überhaupt bestreiten wird können. Die Aprilia-Fabrik befindet sich in Noale in der Provinz Venetien. Für Italien gilt derzeit ein Ausreiseverbot aufgrund des Coronavirus.

Auch Bologna, wo Ducati zu Hause ist, befindet sich in der Quarantäne-Zone. Allerdings haben die Italiener Jerez nicht als Strecke für private Testfahrten nominiert. Yamaha wird ebenfalls nicht in Jerez sein. Allerdings sollen Testfahrten in Japan mit Jorge Lorenzo und Katsuyuki Nakasuga geplant sein.