Maverick Vinales und Jack Miller ließen ihre Herzrate in der abgelaufenen Saison live auf der Strecke messen: Beide Stars verraten, welche Erfahrungen sie damit gemacht haben.

Jahr für Jahr präsentiert die Dorna neue Gimmicks, um den MotoGP-Fans das Fahrerlebnis so nahe wie nur irgend möglich zu bringen. So wurde in dieser Saison die TV-Grafik erstmals um die Einblendung der Herzrate ergänzt. Das jedoch nicht bei allen Fahrern: Maverick Vinales und Jack Miller spielten hier Versuchskaninchen.

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Pramac-Pilot Miller verrät: „Ich arbeite oft damit, ob beim Motocross oder auf der Panigale. Wir haben ein System das anzeigt, wie sich die Herzrate parallel zu den Rundenzeiten entwickelt. Das gleiche Armband nutze ich schon seit Misano. Als mich die Dorna fragte ob ich bereit wäre, die Daten zu teilen, war das also kein Drama für mich.“

Beim Tracking in Valencia erreichte sein Puls in der Spitze einen Wert von 160 Schlägen pro Minute. „Wir trainieren darauf, die Herzrate über die Renn-Distanz so konstant wie möglich zu halten. Aber wenn man sich meine im Vergleich zu der von Vinales anschaut, ist seine definitiv um einiges niedriger“, hält Miller fest.

Miller: „Es geht darum, nicht zu verkrampfen“

Der Australier weiß: „Wenn ich auf dem Motocross-Bike bin, habe ich die höchsten Werte, so um die 190.“ Er arbeite vor allem an seiner Atmung und Körperspannung. „Es geht darum, nicht zu sehr zu verkrampfen, sondern sich auf den Flow zu konzentrieren. Motocross ist dafür ein tolles Training.“

„Wenn man nervös wird und verkrampft, bekommt man sofort Armpump“, erklärt Miller den Stress, dem der Körper ausgesetzt ist. „Man muss deshalb versuchen, entspannt zu bleiben. Auf den Geraden lasse ich in der MotoGP zum Beispiel die Hände manchmal etwas locker, damit das Blut wieder zirkulieren kann.“

Yamaha-Star Vinales, dessen Herzrate auf einer schnellen Runde in Japan kaum über 115 stieg, gibt indes zu: „Manchmal kann ich meinen Herzschlag stärker spüren. Besonders beim Bremsen, wo ich mehr zu kämpfen habe. Wenn man etwa zehn, elf Runden fährt, beginnt man es zu spüren.“ Ob die Dorna auch 2020 am Pulsmesser festhält, steht derzeit noch nicht fest.