Jorge Lorenzo dementiert, dass er in Australien seinen Rücktritt verkünden wird. Stattdessen wundert sich der Honda-Pilot, woher die neuerlichen Spekulationen kommen.

Wie geht mit Jorge Lorenzo weiter? Vor dem Grand Prix von Australien auf Phillip Island tauchten im Fahrerlager Gerüchte auf, dass der Spanier noch am Donnerstag seinen Rücktritt verkünden will. „Als ich hier angekommen bin und diese Gerüchte gehört habe, war ich sehr überrascht“, antwortet Lorenzo darauf. „Ich weiß nicht, wo das herkommt.“

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„In der heutigen Zeit stößt man fast überall auf Gerüchte. Auf der Strecke, über WhatsApp, im Internet, bei Gesprächen im Paddock. Es ist die Frage, ob man sie als wahr oder falsch erachtet. Ich sage, dass sie komplett falsch sind. Das hier ist ein normales Rennen wie jedes andere auch. Ich muss versuchen, meine Performance auf der Strecke zu verbessern.“

„In schwierigen Situationen habe ich bis jetzt immer die Nerven behalten. Wir haben in der Vergangenheit solche Situationen schon bei vielen guten Fahrern gesehen“, meint Lorenzo zu seiner Situation. „Ich bin ein Fahrer, der sich des Risikos bewusst ist. 2017 wurde ich hier (auf Phillip Island, Anm. d. Red.) mit 40 Sekunden Rückstand 15. Sechs Monate später habe ich mit Vorsprung in Mugello gewonnen.“

Lorenzo: Phillip Island in den letzten Jahren schwierig

Nun steht also Phillip Island auf dem Programm. Dieser schnelle und flüssig zu fahrende Kurs passt theoretisch zu Lorenzos Fahrstil. Allerdings könnte es für ihn auf der Honda RC213V ein schwieriges Wochenende werden. Denn man muss das Motorrad auf dieser Strecke mit dem Hinterrad steuern. Und das passt nicht zu Lorenzo, der vor allem eine optimal Frontpartie braucht.

„In den letzten Jahren war es eine Strecke, auf der ich mehr Mühe hatte. Im Vorjahr konnte ich hier gar nicht fahren. Aber davor war es mit Yamaha und im ersten Ducati-Jahr schwierig, Ergebnisse zu erzielen. Die Reifen haben sich verändert und ich hatte große Mühe, konkurrenzfähig zu sein. Für alle Ducati-Fahrer war das hier ein schwieriges Rennen.“

2013 konnte Lorenzo den Grand Prix mit Yamaha gewinnen. „Früher war das eine meiner Lieblingsstrecken“, erinnert er sich an bessere Zeiten. „Das war in meinen ersten MotoGP-Jahren der Fall. Also warum sollte ich nicht das gute Gefühl wiederfinden? Man weiß es nie. Deshalb bin ich gespannt, was ich mit diesem Bike und diesen Reifen erreichen kann.“