Moto2-Pilot Dominique Aegerter geht im Rennen auf Phillip Island zwar leer aus, bleibt dafür aber mit einem waghalsigen Save samt Handstand in Erinnerung.

Bei Moto2-Pilot Dominique Aegerter wurden die Ergebnisse am Rennwochenende in Australien glatt zur Nebensache. Denn alle Welt staunte über seinen spektakulären Save im Qualifying am Samstag. In Kurve 6 schaukelte sich seine MV Agusta dermaßen aus, dass es in aus dem Sitz katapultierte und über den Lenker hob.

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Doch Aegerter konnte einen Sturz abfangen – und das mit einer Übung, die jeden Akrobaten neidisch machen würde. „Ich habe auf dem Bike quasi einen Handstand gemacht“, erklärt der Schweizer. „Bei der Landung habe ich mir den Fuß angeschlagen. Es ist aber nichts Schlimmes. Auf jeden Fall war es der ‚Save‘ meines Lebens.“

Im Paddock und auf den Social-Media-Kanälen erhielt Aegerter für sein Kunststück jede Menge Applaus und Zuspruch. Und auch er selbst hält fest: „Ich würde in der Bewertungsskala 100 Punkte vergeben.“ Von Punkten blieb der MV-Agusta-Pilot am Sonntag im Rennen dann aber weiter entfernt, als ihm lieb war.

Aegerter wurde vom Bike geholt

„Am Start bin ich gut weggekommen, trotzdem hatte ich Mühe, nach vorne zu kommen. Knapp außerhalb der Top 15 war aber Endstation“, schildert Aegerter. „Trotzdem denke ich, dass am Ende Punkte möglich gewesen wären. Doch ca. zehn Runden vor Schluss ist ein Fahrer gestürzt und samt Motorrad in meines gerutscht.“

Bei dem besagten Piloten handelte es sich um Somkiat Chantra, der Aegerter mit einem überambitionierten Überholmanöver in Kurve 4 vom Bike holte. „Es war an einer langsamen Stelle. Es ist also nichts Schlimmes passiert und daher wollte ich das Rennen zu Ende fahren“, nimmt der Schweizer den Zwischenfall sportlich.

Während Chantra das Rennen aufgeben musste und nachträglich mit einer Gridstrafe für den nächsten Grand Prix belegt wurde, setzte Aegerter seine Fahrt fort: „Nach einigen Versuchen ließ sich mein Motorrad wieder starten und ich konnte weiterfahren. Allerdings war eine Fußraste, sowie die Hinterrad-Bremse gebrochen.“

Als 27. im Ziel

Entsprechend schwierig gestalteten sich die letzten zehn Rennrunden. „Ich bin daher in letzter Position dem Feld hinterher gefahren“, fasst Aegerter zusammen. Mit einer Runde Rückstand erreichte er an 27. Stelle schließlich doch noch das Ziel. Besser lief es für seinen Teamkollegen Stefano Manzi, der Neunter wurde.

„Es freut mich für das gesamte Team, dass Stefano die MV Agusta F2 wieder in den Top 10 ins Ziel gebracht hat. Das unterstreicht, was mit diesem neuen Projekt möglich ist. Hoffentlich kann ich bald über so ein Ergebnis von mir berichten“, kommentiert Aegerter den Erfolg von Manzi. In dieser Saison bleiben noch zwei Gelegenheiten.

Bereits diese Woche geht es mit dem Großen Preis von Malaysia weiter. Bis dahin will sich Aegerter etwas Ruhe können: „Nach dem Rennsturz und der artistischen Einlage im Qualifying fühlt sich mein Körper etwas geschunden an. Daher werde ich die nächsten Tage etwas ausspannen und versuchen, mich zu erholen.“