Als Stefan Bradl auf Cal Crutchlows Sticheleien angesprochen wird, reagiert der Zahlinger sehr souverän – In Brünn erhofft sich der HRC-Testpilot ein Top-10-Finish

Beim Tschechien-Grand-Prix in Brünn überraschte Cal Crutchlow am Freitag mit aggressiven Äußerungen zu HRC-Testpilot Stefan Bradl und LCR-Teamkollege Takaaki Nakagami . Crutchlow bezweifelte, dass Bradl ausreichend Talent hat für ein Comeback in der MotoGP. Und auch zu Nakagami äußerte sich Crutchlow alles andere als kollegial.

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Als Bradl nach dem Qualifying am Samstag auf die Anfeindungen des Briten angesprochen wurde, reagierte der Zahlinger mehr als souverän und freute sich, dass es Crutchlow nach seinem schweren Sturz im Herbst 2018 wieder besser geht. Die Kommentare von Crutchlow hatte Bradl nicht gelesen.

„Ich kenne Cal. Ich ersetzte ihn im vergangenen Jahr bei LCR. Ich freue mich, dass er sich nach seiner Beinverletzung gut erholt hat“, kommentiert Bradl, der die Aussagen des ehemaligen Supersport-Weltmeisters nicht zu sehr an sich heran lässt.

„Wir kennen Cal. Er kommentiert alles. Wenn man für dieses Thema einen Kommentar möchte, dann muss man bei HRC nachfragen“, bemerkt Bradl. „Ich bin nicht hier, um wieder ein Stammfahrer zu sein. Ich erledige meine Arbeit als Testfahrer. Ich weiß nicht, wie er darauf kommt, aber es ergibt in meinen Augen keinen Sinn.“

Startplatz 17 beim Einsatz in Tschechien

In Brünn erlebte Bradl auf Grund der schwierigen Bedingungen einen durchwachsenen Arbeitstag. Schlussendlich landete der Deutsche auf Startplatz 17. „Ich bin mit dem Ergebnis nicht zufrieden, kann es aber verstehen. Was soll man erwarten, wenn man nur wenig Zeit hat, um bei diesen Bedingungen zu fahren? Wir liegen nicht weit zurück“, erklärt die Startnummer 6.

„Ein besserer Startplatz wäre natürlich besser, aber ich versuche, ein paar Positionen gutzumachen. Ich wollte ehrlich gesagt ein bisschen mehr“, gesteht Bradl. „Ich hoffe, dass wir es in die Top 10 schaffen. Das ist für mich ein gutes Ziel. Es wird aber sehr schwierig. Wir werden es probieren. Das erste Ziel ist es, ein paar Positionen gutzumachen.“

Bereits im FT3 fanden die Piloten eine abtrocknende Strecke vor, die am Ende weder nass noch trocken war. „Es war den ganzen Tag über schwierig, nicht nur im Q1. Auch im FT3 waren die Bedingungen nicht gut. Ich fuhr heute keine einzige Runde im Trockenen“, schildert der HRC-Testpilot.

In Brünn steht bei Bradl erneut die Testarbeit im Fokus. „Wir testeten heute auch im Regen die beiden Chassis-Versionen. Natürlich ist es in dem Fall ein bisschen schwieriger, Kommentare darüber abzugeben. Ich musste mich stark auf mein Qualifying konzentrieren. Es war nicht einfach für mich. Im Warm-up werden wir erneut Vergleiche machen. Das sind Tests, die ich machen muss und die ich gerne mache“, so Bradl. „Wir werden mit der besten Kombination ins Rennen starten.“

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