Schon seit längerem ein Thema, aber bis dato (noch) nicht realisiert: Suzuki visiert ein Kundenteam für 2021 an – Projektleiter Shinichi Sahara zieht ein positives Zwischenfazit.

In Silverstone konnte Suzuki mit Alex Rins zuletzt seinen zweiten MotoGP-Saisonsieg nach Austin feiern. Der Spanier kletterte damit auf den dritten Platz der Gesamtwertung und betrieb erfolgreich Wiedergutmachung für die Rennen in Assen und am Sachsenring, wo er beide Male in aussichtsreicher Position liegend stürzte.

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„Wir sind mit der bisherigen Saison zufrieden – abgesehen von ein paar unnötigen Stürzen. Aber so ist der Rennsport. Manchmal sind die Fahrer etwas zu aggressiv, da können Stürze schnell passieren“, spricht Suzuki-Projektleiter Shinichi Sahara die Nullrunden an.

Sahara sieht Entwicklung positiv

„Aber generell sind wir sehr zufrieden mit der Entwicklung des Motorrads und unserer Fahrer. Auch Joans Fortschritte stimmen uns zuversichtlich. Er wächst von Rennen zu Rennen.“ Joan Mir fährt bei Suzuki seine Rookie-Saison in der MotoGP, musste zuletzt jedoch verletzungsbedingt pausieren.

Am kommenden Wochenende in Misano wird er sein Renn-Comeback geben, nachdem er beim jüngsten MotoGP-Test auf gleicher Strecke bereits einen guten Eindruck hinterließ. Dort waren nur die beiden Stammpiloten am Start. Testfahrer Sylvain Guintoli legte eine Pause ein, nachdem er für Mir eingesprungen war.

Satelliten-Team 2021 eine Option

Über ein Kundenteam verfügt Suzuki anders als die meisten MotoGP-Teams nicht. Schon einige Male seit dem Wiedereinstieg 2014 gab es Pläne nachzuziehen, jedoch ohne Erfolg. „Natürlich denken wir über die Möglichkeit nach, ein Satelliten-Team zu haben, und wie sich das organisieren ließe“, sagt Sahara.

„Bisher sind wir zu keiner finalen Schlussfolgerung gekommen. Mit Sicherheit werden wir im nächsten Jahr noch kein Satelliten-Team haben. Aber danach, für das Jahr 2021, bleibt es eine Option, die wir untersuchen.“ Neben Suzuki hat nur Aprilia ebenfalls kein Kundenteam.