Rossis Kumpel Uccio spricht über die Zukunft und schließt ein MotoGP-Team von VR46 nicht aus. Die Weichen werden in den kommenden Monaten gestellt.

Valentino Rossi steht vor seiner 22. Saison in der Königsklasse. Und jedes Jahr wird von der Frage begleitet, ob es tatsächlich seine Abschiedssaison wird, oder ob der „Doktor“ doch noch ein Jahr anhängt. Auch die Möglichkeit ab 2022 ein eigenes MotoGP-Team einzusetzen, ist nicht ausgeschlossen.

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Rossis Yamaha-Vertrag im Partnerteam Petronas gilt nur für dieses Jahr. Dass es ein erfolgreicher Rennstall ist, haben die insgesamt sechs Siege von Fabio Quartararo und Franco Morbidelli in der vergangenen Saison gezeigt.

„Es wird viel von den Rennen abhängen“, meint Rossis Kumpel Uccio bei ‚Sky Sport Italia‘. „Nach den ersten sechs, sieben Grands Prix werden wir sehen, ob er Spaß hat und wie konkurrenzfähig er sein wird. Dann werden wir eine Entscheidung treffen.“

In den vergangenen Jahren startete Rossi regelmäßig konkurrenzfähig in die Saison und kämpfte um Podestplätze. Im weiteren Verlauf wurde es schwieriger und absolute Spitzenergebnisse blieben aus. Zum letzten Mal hat der Italiener in Assen 2017 gewonnen.

VR46-MotoGP-Team für 2022 eine Möglichkeit

Erfolgreich entwickelt hat sich in den vergangenen Jahren die VR46-Akademie. Franco Morbidelli ist amtierender Vize-Weltmeister und Francesco „Pecco“ Bagnaia tritt in diesem Jahr im Ducati-Werksteam an. Luca Marini steht vor seiner Rookie-Saison.

Marini wird im Esponsorama-Team eine Kunden-Ducati fahren. VR46 hat für Rossis Halbbruder diesen Platz gekauft. Sein Motorrad wird auch im VR46-Design erstrahlen. Es ist ein erster Schritt für ein eigenes Team in der Königsklasse.

Der Esponsorama-Rennstall wird sich Ende des Jahres aus der Königsklasse zurückziehen. VR46 könnte für die nächsten fünf Jahre diese Startplätze übernehmen. Sollte Rossi seine aktive Karriere beenden, könnte er als Teamchef dem Fahrerlager erhalten bleiben.

Uccio: „Zeit gekommen, um über ein MotoGP-Team nachzudenken“

Derzeit ist das alles noch Spekulation. Uccio bestätigt aber, dass das eine konkrete Möglichkeit werden könnte: „Unsere Jungs haben sich schneller als erwartet entwickelt. Deshalb ist die Zeit gekommen, um über ein MotoGP-Team nachzudenken.“

„Es ist aber noch ein langer Weg. Es ist auch aus wirtschaftlicher Sicht ein wichtiger Schritt. Wir stehen vor entscheidenden Monaten. Wir wissen nicht, welches Motorrad wir in der MotoGP verwenden könnten, aber wir wissen, dass wir Yamaha im Herzen haben“, so Uccio.

Im vergangenen Jahr hat Rossi immer wieder betont, dass VR46 für die beiden kleinen Klassen optimal aufgestellt ist. Aber die Struktur für ein MotoGP-Team ein ganz anderes Level bedeuten würde und man dafür noch nicht bereit sei.

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