Platz sechs beim Tschechien-Grand-Prix: Valentino Rossi holt in Brünn das Maximum heraus und bezeichnet den Top-Speed-Nachteil der Yamaha als größtes Problem.

Valentino Rossi kam beim Grand Prix von Tschechien mit neun Sekunden Rückstand auf Position sechs ins Ziel. Mit der Spitzengruppe konnte Rossi nicht mithalten, war aber immerhin bester Yamaha-Pilot. Fabio Quartararo wurde in Brünn Siebter, Maverick Vinales kam auf Position zehn ins Ziel.

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„Wir sind mit Platz sechs sicher nicht zufrieden. Doch es war besser als bei den vergangenen Rennen, weil ich besser mit dem Motorrad zurechtkam“, berichtet Rossi. „Es war nicht schlecht. Die Fahrer vor mir waren aber schneller. Aber es war besser als bei den vergangenen Rennen.“

„Yamaha muss intensiv am Motor arbeiten“, fordert Rossi. Bei der Topspeed-Messung fehlten Rossi im Schnitt neun km/h. „Es scheint, als ob die anderen Motoren deutlich besser geworden sind. Sie sind zudem fahrbarer. Wir müssen etwas Großes finden, um den Rückstand zu verkleinern.“

Bringt der neue Yamaha-Motor die Wende?

Für den Test am Montag hat Yamaha bereits eine Neuerung im Gepäck. „Wir haben einen neuen Motor und einige andere Neuerungen. Es ist wie immer ein wichtiger Test“, betont Rossi. „In diesem Jahr ist der große Unterschied beim Topspeed das größte Problem. Wir verlieren beim Beschleunigen, aber auch beim Topspeed liegen wir weit zurück – vor allem im Vergleich zu den besten Motorrädern. Wir müssen das verbessern, aber auch die Elektronik und die anderen Bereiche.“

Teamkollege Vinales mischte in den Trainings immer vorne mit, war im Rennen aber chancenlos. Der Regen hatte den Gummi vom Asphalt gespült. „Unser Motorrad reagiert sehr sensibel auf Wetteränderungen“, bestätigt Rossi.

„Normalerweise sind wir schnell, wenn wir ein normales Wochenende haben, an dem es trocken ist und viel Gummi auf der Strecke liegt. Wenn etwas passiert, wie zum Beispiel Regen oder eine Änderung bei der Temperatur, dann leiden wir stärker als die anderen“, schildert der Italiener.

Im Warm-up landete Rossi nur auf der 19. Position. „Am Morgen fühlte ich mich nach dem Regen von Samstag überhaupt nicht wohl. Im Rennen war es aus irgendeinem Grund besser“, wundert sich der Routinier. Doch warum leidet Yamaha bei wechselhaften Bedingungen stärker als die Konkurrenz?

Rossi: Die Yamaha M1 reagiert zu sensibel auf die Bedingungen

„Wir müssen auch an der Elektronik arbeiten. Es scheint, als wären die Werksmaschinen der Gegner in diesem Bereich besser. Aber wir sind auf den Geraden sehr langsam und müssen unsere Zeit deshalb in den Kurven holen. Wenn die Haftung niedriger ist, leiden wir mehr als die anderen, die auf den Geraden 10 bis 15 km/h schneller sind als wir“, erklärt Rossi.

Die Entscheidung, den Start zu verschieben, lobt Rossi: „Es waren ziemlich merkwürdige Bedingungen. Nur die erste und die letzte Kurve waren komplett nass. Doch jeder musste mit dem Slick fahren, weil der Rest der Strecke bereits komplett trocken war. Es war sehr gefährlich in meinen Augen, weil alle den Slick verwenden mussten.“

„In Kurve 1 wäre es vor allem beim Start sehr gefährlich gewesen. Das ist eine der gefährlichsten Sachen, die es gibt. Ich erkundigte mich, ob der Start verschoben werden kann. Ich denke, das war die richtige Entscheidung, weil wir ein richtiges Rennen hatten auf trockener Strecke“, so der Yamaha-Pilot.

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