Technisch und farblich ändert sich bei Kawasaki in diesem Jahr nicht allzu viel: Die ZX-10RR wurde für die WSBK-Saison 2020 nur in einigen wenigen Details verbessert.

Das Kawasaki-Werksteam hat am Donnerstag unweit von Barcelona die 2020er-Version der ZX-10RR präsentiert. Dabei hat sich beim Weltmeister-Team technisch gar nicht allzu viel geändert. Die Homologations-Basis wurde seitens Kawasaki nicht verändert. Das Team konnte im Winter lediglich einige Abstimmungen perfektionieren.

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Und auch farblich gibt es bei Kawasaki keine Überraschungen. Die Lackierung für die WSBK-Saison 2020 unterscheidet sich nur in Details vom Design der letzten Jahre. Kawasaki-typisch dominiert erneut die Farbe Grün. Ein großer Hauptsponsor fehlt auch in diesem Jahr.

Nach fünf Titeln in Folge geht Weltmeister Jonathan Rea einmal mehr als großer Favorit in die neue Saison. „Jedes Jahr ist eine Herausforderung“, bemerkt der Nordire. „Die letzte Saison war eine Probe für uns als Team. Und wir haben es hinbekommen.“

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Knackt Rea die Schallmauer von 100 Siegen?

In diesem Jahr könnte Rea seine Statistik um einen weiteren Meilenstein erweitern. Der 100. Sieg ist möglich – aktuell steht der Rekord-Champion bei 88 Laufsiegen. „Das wäre toll“, sagt Rea, der sich aber keinen Druck machen will. „Ich habe schon alles geschafft in meinem Leben. Alles weitere ist eine Art Bonus.“

Bei den Winter-Tests spielte das Wetter nicht immer mit. Sowohl im November 2019 als auch im Januar 2020 regnete es bei einigen Ausfahrten. Dennoch lässt sich Rea nicht aus der Ruhe bringen. „Wir waren schnell, wenn wir schnell sein mussten. Wir haben alles clever gelöst.“

„Im letzten Jahr haben wir viele Änderungen probiert. Doch ich kann mich auf Pere (Crewchief Pere Riba, Anm. d. Red.) verlassen. Er ist ein cleveres Kerlchen.“ Und auch Riba spart nicht mit Lob für seinen Piloten: „Er ist der beste Fahrer in der Geschichte. Es sieht alles so einfach aus, aber hinter den Kulissen wird wie verrückt gearbeitet.“

Alex Lowes wird Nachfolger von Haslam und Sykes

Mit Alex Lowes hat Rea zum dritten Mal in Folge einen neuen Teamkollegen. Nach Tom Sykes und Leon Haslam übernimmt mit Lowes ein ehemaliger Yamaha-Fahrer den zweiten Platz bei Kawasaki. „Wir wollen auch um den Team- und den Hersteller-Titel kämpfen und die Saison als Erster und Zweiter beenden. Es ist ein realistisches Ziel, wenn man sein Niveau anschaut“, kommentiert Rea.

Lowes selbst fühlt sich geehrt, für die Weltmeister-Truppe zu fahren. „Das ist das Team, für das man in der Superbike-WM fahren will“, so der Brite. Bei den Winter-Tests konnte Lowes ein erstes Gefühl für das Kawasaki-Superbike entwickeln. „Ich habe die Arbeit bisher echt genossen. Es war ein reibungsloser Wechsel.“

„Die vergangene Saison war meine bisher beste in der Superbike-WM. Aber als Pilot will man sich von Jahr zu Jahr steigern. Also möchte ich Rennen gewinnen“, kündigt Lowes an. Das schlechte Wetter bei den Tests im Winter war dafür allerdings alles andere als hilfreich. „Die Winter-Tests waren teils frustrierend. Wir hatten Pech mit dem Wetter, in Aragon und Jerez war es nass.“

Die WSBK-Saison 2020 startet am letzten Februar-Wochenende in Australien. Zuvor haben die Piloten noch einmal die Chance, zwei Tage lang auf Phillip Island zu testen.