Die Top 3 innerhalb von 0,072 Sekunden: Jonathan Rea meldet sich nach seinem Sturz in Lauf eins zurück. Erneut drei Hersteller auf dem Podium, Honda nur auf P8.

Kawasaki-Pilot Jonathan Rea hat sich den Sieg im Superpole-Rennen gesichert. Der Weltmeister setzte sich schließlich in einem harten Dreikampf mit Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu und Ducati-Pilot Scott Redding durch. Gerade einmal 0,072 Sekunden trennten die Top 3 nach zehn Runden.

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Vor dem Start des Superpole-Rennens schrumpfte das WSBK-Feld jedoch noch auf 16 Starter. Rookie Garrett Gerloff (GRT-Yamaha) verletzte sich nämlich bei einem Zwischenfall im Warm-up, bei dem auch Sandro Cortese (Pedercini-Kawasaki) involviert war. Cortese wurde für die Kollision verantwortlich gemacht und musste im Superpole-Rennen eine Reihe weiter hinten starten.

BMW-Pilot Eugene Laverty hingegen stürzte im Warm-up ohne Fremdeinwirkung. Er musste daher verletzungsbedingt die Teilnahme am Superpole-Rennen absagen.

Vorjahressieger Alvaro Bautista stürzt zu Rennbeginn

Jonathan Rea gewann den Start in Superpole-Rennen. Toprak Razgatlioglu übernahm die Verfolgerposition, Pole-Setter Tom Sykes (BMW) reihte sich auf Position drei vor Michael van der Mark (Yamaha) ein. Scott Redding verlor beim Start einige Plätze und fand sich dann hinter Loris Baz (Ten-Kate-Yamaha) auf Position sechs wieder.

Federico Caricasulo (GRT-Yamaha) war das erste Sturzopfer des Rennens. Eine Runde später erwischte es dann auch Honda-Pilot Alvaro Bautista. Der Vorjahressieger verabschiedete sich mit einem Sturz aus dem zehn Runden langen Sprintrennen.

Ducati-Nachfolger Scott Redding kämpfte sich nach einem schwachen Start durchs Feld und lag in Runde drei schon auf der dritten Position. An der Spitze wurde hart gekämpft. Die Führungsgruppe bestand aus insgesamt sieben Fahrern.

Jonathan Rea wehrt die Attacken der Gegner ab

Jonathan Rea führte zur Halbzeit vor Scott Redding, Toprak Razgatlioglu, Alex Lowes, Michael van der Mark, Tom Sykes und Loris Baz. Zur Verfolgergruppe ab Platz acht klaffte dann jedoch eine große Lücke.

In der neunten Runde schob sich Razgatlioglu an Rea vorbei, doch der Champion konterte wenige Kurven später. Die Top 4 – Rea, Razgatlioglu, Redding und Lowes – wurden zu Beginn der letzten Runde durch 0,4 Sekunden getrennt.

Razgatlioglu bremste sich in der letzten Runde erneut in Kurve 4 vorbei. Doch Rea hatte eine Antwort parat. Der Titelverteidiger schob sich in der letzten Kurve vorbei und verwaltete den Vorsprung bis über die Ziellinie. Weniger als eine Zehntelsekunde trennte Rea, Razgatlioglu und Redding bei der Zieldurchfahrt. Kawasaki-Neuzugang Alex Lowes wurde mit 0,205 Sekunden Rückstand Vierter.

Sandro Cortese geht als Elfter leer aus

Michael van der Mark kam als Fünfter ins Ziel. Tom Sykes, Loris Baz, Leon Haslam und Michael Ruben Rinaldi (Go-Eleven-Ducati) komplettierten die Top 9 und kassierten Punkte. Sandro Cortese kam hinter Maximilian Scheib (Orelac-Kawasaki) als Elfter ins Ziel.

Ducati-Werkspilot Chaz Davies zeigte erneut eine enttäuschende Leistung und verlor als 13. mehr als elf Sekunden auf die Zeit des Siegers. Dafür erreichte Davies mit seiner Ducati den bisher höchsten Top-Speed des Wochenendes und kam auf 330 km/h.