MotoGP World Championship

Aprilia zeigt neue Farben und bestätigt Savadori

4. März 2021
Aprilia ist die letzte Marke, die als "Concession-Team" gilt. Entsprechend wurde entwickelt. Und man hat sich für Savadori und gegen Smith entschieden.

Kurz vor dem Start der Vorbereitungstests in Katar hat auch Aprilia die Farben für die MotoGP-Saison 2021 gezeigt. Aleix Espargaro steht vor seiner fünften Saison im italienischen Team. Als Teamkollege wurde Lorenzo Savadori präsentiert.

Seit 2015 ist Aprilia wieder in der Königsklasse am Start. Für 2020 wurde ein komplett neues Motorrad entwickelt, dessen Herzstück ein V4-Motor mit einem Bankwinkel von 90 Grad ist. Erfolge blieben aus. Aprilia landete wieder auf dem letzten Platz der Herstellerwertung.

Nachdem KTM im Vorjahr Rennen gewonnen hat, ist Aprilia die letzte Marke, die als "Concession-Team" gilt. Demnach gibt es einige Vorteile im Reglement, die die Ingenieure auch nutzen. Aprilia konnte das Motorrad über den Winter deutlich weiterentwickeln.

RS-GP wurde umfassend überarbeitet

So wurden beim Motor die Zylinderköpfe verändert. Es wurde auch ein neues Chassis und eine neue Carbon-Schwinge entwickelt. Mitte Februar rückten Espargaro und Savadori in Jerez für einen ersten Privattest aus.

Auch die Aerodynamik wurde grundlegend überarbeitet, wobei der breite Frontflügel immer noch ins Auge sticht. Zur Erinnerung an Fausto Gresini trägt der Frontflügel den Schriftzug Fausto mit einem roten Herz.

„Das Motorrad hat sich beim ersten Test gut angefühlt", berichtet Espargaro. „Man weiß aber nie, ob die Rundenzeit wirklich schnell war, weil ansonsten nur Pedrosa und Bradl dabei waren. In Katar werden wir uns mit den anderen Teams vergleichen."

„Es ist so wie in jedem Winter. Ich fühle mich stärker denn je", lacht der Spanier. „Das ist aber die Realität, weil ich jeden Winter besser trainiere und mich stärker fühle. Ich trainiere sehr viel mit dem Fahrrad. Körperlich kann ich nicht besser vorbereitet sein."

„Ich bin immer optimistisch und bin hier, um um das Podium zu kämpfen. Dort muss Aprilia hin. Das habe ich auch im Vorjahr gesagt und wir haben es nicht geschafft. Wir waren nicht auf dem Level, das ich erwartet habe."

„Ich hoffe, dass wir unsere Vorteile nutzen können und das 2021er-Motorrad besser sein wird. Hoffentlich sind wir stärker und können in der WM um die Top 6 kämpfen. Das wäre für Aprilia ein Traum. Wir müssen versuchen, das erste Podium für Aprilia zu erobern."

Savadori neuer Stammfahrer

Davon war Espargaro bisher weit entfernt. Drei sechste Plätze waren in vier Jahren seine besten Ergebnisse. In der WM belegte der Spanier die Positionen 15, 17, 14 und 17. Im vergangenen Frühling hat Espargaro einen neuen Vertrag für die Jahre 2021/22 unterschrieben.

Savadori wird seit einem Jahr von Aprilia gefördert und aufgebaut. 2020 gewann er die Superbike-Meisterschaft in Italien. Er durfte auch die letzten drei MotoGP-Saisonrennen bestreiten, wobei Savadori keine WM-Punkte sammeln konnte.

2021 ist das letzte Jahr der Kooperation zwischen Aprilia und dem Gresini-Team. Im vergangenen Herbst hatte Fausto Gresini angekündigt, dass er ab 2022 das Team wieder in Eigenregie mit einem anderen Partner betreiben möchte. Wie sich diese Pläne nach Gresinis Tod entwickeln werden, ist derzeit offen.

Aprilia hat vor allem in den kleinen Klassen große Erfolge gefeiert. Mit 294 Grand-Prix-Siegen ist Aprilia die erfolgreichste europäische Marke. Fahrer wie Max Biaggi, Valentino Rossi, Marco Melandri und Jorge Lorenzo waren für Aprilia siegreich.

In der 125er-Klasse wurden zehn Weltmeistertitel bei den Fahrern und zehn bei den Herstellern gewonnen. Neun Titel waren es in der 250er-Klasse. In der 500er-Klasse war Platz drei von Doriano Romboni bei der Dutch TT in Assen 1997 das beste Ergebnis.

Zu Beginn der MotoGP-Ära scheiterte Aprilia mit der hochkomplexen RS-Cube. 2012 und 2013 war die ART mit einem Motor des RSV4 Superbikes das beste Motorrad in der CRT-Klasse. Seit 2015 probiert es Aprilia mit einem reinrassigen Prototypen.

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