Australian Open: Trennung Muster-Thiem offenbar nicht im besten Einvernehmen

26. Jan. 2020

MELBOURNE,AUSTRALIA,19.JAN.20 – TENNIS – ATP World Tour/ WTA Tour, Grand Slam, Australian Open, preview. Image shows Dominic Thiem (AUT) and Thomas Muster. Photo: GEPA pictures/ Matthias Hauer

Nach der Trennung von Dominic Thiem lässt Ex-Coach Thomas Muster aufhorchen: "Es gibt Häuser mit wunderbaren Fassaden. Aber man weiß selten, wer drinnen wohnt", sagt der Steirer.

Nach nur drei Wochen hat sich Dominic Thiem bei den Australian Open 2020 überraschend entschieden, die kaum begonnene Zusammenarbeit mit Österreichs Tennis-Legende Thomas Muster schon wieder zu beenden. Ein ungewöhnlicher Schritt vor allem während eines Grand-Slam-Turniers. Doch während Thiem sich bemühte, die Trennung als im guten Einvernehmen darzustellen, sieht es Muster offenbar anders.

Im Interview mit Boris Becker für "Eurosport" ließ Muster vor allem mit einer Metapher aufhorchen. "Es gibt halt Häuser mit schönen Fassaden, ganz wunderbaren Fassaden. Aber man weiß halt sehr selten, wer drinnen wohnt", sagte der ehemalige Weltranglisten-Erste. Muster beschrieb Thiem als "Jungen, der sehr lernfähig ist, natürlich aber auch seine Mankos hat, die er ausbessern muss, will er ganz nach vorne".

Muster: Thiem hat noch viel Aufholbedarf

Der Weltranglisten-Fünfte aus Lichtenwörth habe sich zwar in vielen Bereichen schon sehr verbessert. Muster sieht aber bei vielen Details noch Aufholbedarf. "Im technischen Bereich nach wie vor, im körperlichen Bereich, aber vor allem im mentalen Bereich", so der 52-jährige Steirer.

Muster, der erst am 8. Jänner für eine Tätigkeit als Zusatz-Coach zu Nicolas Massu für 20 Wochen im Jahr offiziell präsentiert worden war, sah das Engagement durchaus längerfristig. "Ich habe mich voll in dieser Rolle für die nächsten beiden Jahre gesehen. Im Detail, warum er sich so entschieden hat - ich weiß warum, will das aber nicht kommentieren." (APA/red.)

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