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Biathlon-WM: Enttäuschung bei Hauser und Eder groß

18. Feb. 2021

Foto: (C) GEPA pictures/ Matic Klansek

Lisa Hauser und Simon Eder kamen in der Single-Mixed-Staffel über Platz sechs nicht hinaus.

Simon Eder und Lisa Hauser haben die zweite gemeinsame Medaille bei der Biathlon-WM in Pokljuka verpasst. Das ÖSV-Duo, das mit Dunja Zdouc und David Komatz als Mixed-Quartett Silber erobert hatte, musste sich in der Single-Mixed-Staffel mit dem sechsten Rang begnügen. Nach 6 Kilometern für die Männer und 7,5 für die Frauen warfen Fehler im zweiten Stehend-Schießen Eder und Hauser zurück. Edelmetall war mehr als 40 Sekunden entfernt. Gold ging an Frankreich.

„Da ist schon etwas Enttäuschung dabei. Dass wir schon eine Medaille in der Tasche haben, macht es aber um einiges leichter", meinte Eder. Am Ende lag das Duo mit einer Strafrunde und siebenmaligem Nachladen 1:03,5 Minuten hinter den Siegern Antonin Guigonnat und Julia Simon, die ohne Strafrunde und mit nur fünf Nachladern durchkamen.

„Da kam der Hund rein"

Nach ihren ersten von je zwei Einsätzen waren der Salzburger und die Tirolerin als Zweite noch mittendrin im Rennen um die Medaillen. Doch dann unterliefen Eder liegend ein Fehler und stehend zwei Fehlschüsse, das Nachladen kostete wertvolle Zeit. „Nach der Halbzeit ist etwas der Hund reingekommen. Leider ist stehend der erste Schuss nicht gefallen, das ist der wichtigste. Dadurch ist Lisa dann unter Druck gekommen, da ist das Rennen ein bisschen verloren gegangen", erklärte der 37-Jährige.

Seine Partnerin, die Vize-Weltmeisterin in der Verfolgung, riskierte bei der Aufholjagd wohl etwas zu viel. „Ich hab' es am Schießstand nicht hinbekommen", sagte Hauser, die nach dreimaligem Nachladen im Stehend-Anschlag auch noch eine Strafrunde drehen musste. „Ich hätte eine Null gebraucht so wie Hanna Öberg", resümierte die 27-Jährige. Sie hatte die Schwedin zu Beginn der erhofften Aufholjagd von Rang sechs noch überholt, der Kräfteverschleiß im bereits fünften WM-Einsatz wirkte sich aber negativ aus.

Öberg holte schließlich gemeinsam mit Sebastian Samuelsson wie schon in der Mixed-Staffel Bronze, 22,6 Sekunden hinter dem siegreichen Frankreich-Duo. Superstar Johannes Thingnes Bö, der noch auf seine erste Einzel-Goldmedaille in Slowenien wartet, holte mit der dreifachen Weltmeisterin Tiril Eckhoff nach Mixed-Staffel-Gold diesmal Silber. 2,8 Sekunden lagen die Norsker (neunmal Nachladen) im Ziel zurück. (APA/Red)