Bradl: „Bei solchen Bedingungen macht einen die Honda kaputt“

3. Mai 2021

Foto: (C) Motorsport Images

Mit Platz zwölf fuhr Stefan Bradl in Jerez einen soliden Grand Prix. Allerdings war er nach dem Rennen ordentlich mitgenommen. Sein Arbeitsgerät verlangte alles ab.

Stefan Bradl kam bei seinem MotoGP-Gaststart in Jerez auf Position zwölf ins Ziel. Der Zahlinger lag nach 25 Runden 17,2 Sekunden zurück. Körperlich kam Bradl in Jerez an seine Grenzen. Die Honda verlangte dem Deutschen im Rennen einiges ab.

„Die Honda macht einen kaputt bei solchen Bedingungen. Wir leiden, was. den Hinterrad-Grip angeht", berichtet Bradl bei 'ServusTV'. „Ich habe sehr gelitten, aber so ist das Leben. Die MotoGP ist aktuell unglaublich hart."

Von Startplatz zwölf aus ging Bradl ins Rennen und verlor in der ersten Runde zwei Positionen. Zwischenzeitlich konnte sich der HRC-Testpilot bis auf die elfte Position vorkämpfen und legte sich auch mit Markenkollege Marc Marquez an. In Runde sechs zog Marquez wieder vorbei.

Auch Stefan Bradl kämpft mit Armpump

„Am Anfang habe ich mich ziemlich verkrampft. Ich fand keinen richtigen Rhythmus. Als mich der Marc überholt hat, machte ich viele Fehler. Ich bremste oft zu spät und bekam Probleme mit den Armen. Aber gut, es ist momentan so. Ich bin trotzdem zufrieden und konnte in die Punkteränge fahren. Es war ein solides Wochenende", bilanziert Bradl.

Gegen Rennende kämpfte auch Bradl mit Armpump-Problemen. Wurde davon auch die Psyche beeinträchtigt? „Meine Konzentration ist kein Problem. Ich fühle mich fit. Aber mir bereiteten die Unterarme Probleme", kommentiert der Deutsche.

„Es hört sich negativ an, aber ich bin mit der Performance zufrieden", bemerkt Bradl. „Wir sehen alle, dass wir momentan straucheln und es bei Honda nicht ganz so gut funktioniert. Jetzt schauen wir, dass wir uns Schritt für Schritt verbessern. Die Ansprüche sind extrem hoch. Das muss man auch dazu sagen. Wir müssen dranbleiben und schauen, dass wir es besser machen können. Ich glaube, dass mehr möglich ist."

Honda laut Stefan Bradl „nicht so weit weg"

Das Honda-Werksduo kam in Jerez nur auf den Positionen neun und zehn ins Ziel. Was kann Honda bis Le Mans ändern? "Nix", kommentiert Bradl, der in dreieinhalb Wochen erneut in Jerez testen wird. „Ich brauche jetzt auch mal eine kurze Pause", so der Zahlinger.

Auch wenn Honda momentan nicht mit Ducati, Yamaha und Suzuki mithalten kann, versucht Bradl optimistisch zu bleiben. „Es kann aber auch mal ganz schnell gehen. Man sieht, wie eng alle beieinander liegen. Wenn wir etwas finden, können wir wieder vorne dabei sein. Wir müssen ruhig bleiben und zusehen, dass wir uns stetig verbessern", erklärt er und fügt hinzu: „Wir sind nicht so weit weg."

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