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Champions League: Real gegen Liverpool im Vorteil

7. Apr. 2021

Foto: GEPA pictures/ Kevin Herbst

Im Viertelfinale der Champions League gewinnen am Dienstag Real Madrid gegen Liverpool und Manchester City gegen Dortmund.

Real Madrid hat im Kampf um den Einzug ins Halbfinale der Champions League gute Karten. Der Rekordgewinner besiegte am Dienstag in der ersten Neuauflage des Finales von 2018 Liverpool zu Hause mit 3:1 (2:0). Englands Fast-Meister Manchester City vermochte beim 2:1 (1:0) gegen Borussia Dortmund nicht zu glänzen. Aber die Briten gehen ebenfalls mit einer Führung ins Viertelfinal-Rückspiel am kommenden Mittwoch (14. April).

Für Real hatte der Tag mit schlechten Nachrichten begonnen. Neben dem verletzten Sergio Ramos fiel nach einem positiven Corona-Test mit Raphael Varane auch der zweite Innenverteidiger aus. Dazu fehlte auch Rechtsverteidiger Dani Carvajal. Die "Königlichen" verkrafteten ihre Ausfälle in der Defensive aber deutlich besser als die "Reds", die teils haarsträubende Fehler begingen.

Bei der ersten Real-Chance war Ersatzverteidiger Nathaniel Phillips nur Begleitschutz für Vinicius jr. Der Brasilianer nahm sich ein punktgenaues Zuspiel von Toni Kroos mustergültig mit der Brust mit und schoss ein (27.). Deutlich schwerer noch der Fehler vor dem 2:0. Trent Alexander-Arnold köpfelte einen weiteren langen Ball von Kroos direkt in den Lauf von Marco Asensio, der dann auch noch Liverpool-Keeper Alisson düpierte (36.).

Offensiv war Liverpool in Hälfte eins gar nicht vorhanden. Der entthronte englische Meister kam aber verbessert aus der Kabine - und wurde mit einem Auswärtstor von Mohamed Salah belohnt. Der Ägypter war nach einem geblockten Schuss von Diogo Jota etwas glücklich an den Ball gekommen (51.). Auf der Gegenseite legte Vinicius jr. nach Zuspiel von Luka Modric allerdings seinen zweiten Treffer nach (65.).

Liverpool droht letzte Titel-Chance aus den Augen zu verlieren

Real landete den fünften Pflichtspiel-Sieg in Folge, blieb in der zwölften Partie nacheinander ungeschlagen. Liverpool dagegen droht in einer von Verletzungen vieler Schlüsselspieler geprägten Saison auch die letzte Titel-Chance in der Champions League aus den Augen zu verlieren.

ManCity begann gegen Dortmund ohne echten Stürmer - mit dem kreativen, aber wirkungslosen Bernardo Silva an vorderster Front. Dortmund startete gut, hielt das Spiel offen, ein Ballverlust von Emre Can ermöglichte City aber das 1:0. Phil Foden und Riyad Mahrez setzten Kevin De Bruyne ein, der aus kurzer Distanz abschloss (19.). Ein Elfmeter für Englands Fast-Meister wurde mithilfe von Video-Bildern - Rodri war ohne Foul von Can zu Boden gegangen (29.) - zurückgenommen. Ein Dortmund-Treffer von Jude Bellingham, der City-Torhüter Ederson den Ball abgeluchst hatte, zählte wegen Foulspiels nicht (38.).

Champions League: Haaland erstmals in dieser Saison ohne Tor

Nach Seitenwechsel prüfte auch Erling Haaland erstmals Ederson (48.). Der Norweger blieb zwar zum ersten Mal in dieser Champions-League-Saison ohne Torerfolg (zehn Treffer in sieben Einsätzen). Er leistete im Finish aber die Vorarbeit zum 1:1 durch Marco Reus (84.). Es war Citys erster Gegentreffer in der Champions League nach davor sieben Zu-Null-Spielen. Foden gelang in der 90. Minute nach Flanke von De Bruyne, die ihm Ilkay Gündogan zurechtgelegt hatte, noch das 2:1 für den Favoriten.

Das Auswärtstor lässt Dortmund, in der Liga nur Fünfter, aber immer noch vom ersten Champions-League-Halbfinale seit dem Finaleinzug 2013 träumen. City muss im Rückspiel auf der Hut sein, um trotz seiner Super-Saison nicht zum vierten Mal in Folge im Viertelfinale die Koffer packen zu müssen. Und damit neuerlich den seit Jahren angestrebten Titel in der Königsklasse zu verpassen. Die bisher einzige Halbfinal-Teilnahme datiert aus dem Jahr 2016.

Das Star-Ensemble von Pep Guardiola hat 27 seiner vergangenen 28 Pflichtspiele gewonnen. Sie haben die historische Chance, neben Liga und Champions League mit FA- und Ligacup vier Titel in einer Saison zu holen. Bei einem Aus gegen Dortmund wäre aber selbst die bevorstehende dritte Meisterkrönung in den vergangenen vier Jahren nur ein schwacher Trost. (APA/red.)

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