MotoGP World Championship

Deshalb trifft Sepang-Absage Ducati besonders hart

10. Feb. 2021

Foto: (C) Ducati

Ducati hat keine Freude mit der Testabsage in Sepang. Stattdessen wird in Katar getestet. Dort, wo Ducatis Gerät ohnehin immer gut funktioniert hat.

Die nach wie vor angespannte Situation in Sachen Coronavirus hat dafür gesorgt, dass der Vorsaison-Test in Sepang (Malaysia) abgesagt werden musste . Bei den Fahrern und Teams ist der Sepang International Circuit sehr beliebt, weil er schnelle und langsame Kurven, aber auch lange Geraden hat. Bevor die neue MotoGP-Saison beginnt, können die Teams lediglich in Losail (Katar) Erfahrungen sammeln.

Das birgt in Sachen Entwicklung gewisse Gefahren. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die Hersteller bei der Entwicklung ihrer Maschinen hin und wieder vertan haben, wenn sie sich ausschließlich auf die Testresultate einer einzigen Strecke verlassen haben. Vergleichstests auf verschiedenen Strecken wird es 2021 nicht geben.

Katar nicht die beste Strecke für Ducati

Ducati-Corse-Chef Luigi Dall'Igna macht sich Sorgen und vermutet, dass Ducati besonders unter der aktuellen Situation zu leiden hat, weil der Losail International Circuit eine der Paradestrecken der Desmosedici ist und die Defizite der MotoGP-Ducati nicht so schonungslos offenlegt wie andere Kurse.

„Es ist nicht ideal, die Änderungen auf einer einzigen Strecke zu testen. Das ist zudem eine Strecke, auf der unser Motorrad normalerweise sehr gut funktioniert. Katar ist nicht die beste Teststrecke für unser Motorrad. Das ist aber die einzige Option, die wir haben. Es ist die einzige Möglichkeit für uns", bemerkt Dall'Igna.

In der vergangenen Saison hatte Ducati vor allem auf Strecken mit wenig Grip Schwierigkeiten. Wissen die Ingenieure, was für 2021 verbessert werden musste?

„Im Laufe der Saison 2020 haben wir hoffentlich richtig verstanden, was wir an der Abstimmung der Maschine ändern müssen. Wir haben eine ziemlich klare Vorstellung, was wir für Katar ändern müssen. Doch das müssen wir testen und sicherstellen, dass das der richtige Weg ist", kommentiert Dall'Igna.

Verkraftet Ducati Millers Meinung?

Ducati hat mit Andrea Dovizioso einen erfahrenen Fahrer verloren. Es wird sich zeigen, ob Jack Miller und Francesco "Pecco" Bagnaia die Fußstapfen des dreimaligen Vize-Weltmeisters ausfüllen können. Auch für Dall'Igna ändert sich einiges. Mit Jack Miller hat der Ducati-Corse-Chef einen Fahrer, der seine Meinung gern ungefiltert äußert.

„Ich bin immer sehr froh, wenn mir der Fahrer die Wahrheit sagt", erklärt Dall'Igna. „Ich denke, 'Pecco' sagt auch immer, was er denkt. Das ist wichtig. Wir müssen ausdrücken können, was wir denken, um das Motorrad verbessern zu können."