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Formel 1: Erste Coronavirus-Verdachtsfälle im Fahrerlager

11. März 2020

MELBOURNE,AUSTRALIA,11.MAR.20 – FORMULA 1 – Grand Prix of Australia, Albert Park Circuit, preview. Image shows start lights. Photo: GEPA pictures/ XPB Images/ Charniaux – ATTENTION – COPYRIGHT FOR AUSTRIAN CLIENTS ONLY

Wenige Tage vor dem geplanten Start der neuen Formel-1-Saison werden aus dem Fahrerlager in Melbourne erste Coronavirus-Verdachtsfälle gemeldet.

Im Formel-1-Fahrerlager von Melbourne sind nun die ersten Verdachtsfälle auf das Coronavirus aufgetreten. Dabei handelt es sich um mindestens drei Mitarbeiter von Rennställen. Einer ist bei McLaren angestellt, zwei bei Haas. Sie befinden sich daher derzeit isoliert in ihren Hotelzimmern. Dies bestätigten die beiden Rennställe am Mittwoch.

Es handle sich um Vorsichtsmaßnahmen, man warte nun auf die Ergebnisse der Tests. Dabei soll herausgefunden werden, ob sich die Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert haben.

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Formel 1: Keine Autogrammstunden

Der erste Formel-1-WM-Lauf der Saison soll am Sonntag (Start: 6.10 Uhr) gefahren werden. Angesichts der Coronavirus-Krise schränkt die Königsklasse aber den Kontakt zwischen Fahrern und Fans ein.

Wie der Veranstalter des Australien-Grand-Prix am Mittwoch mitteilte, werden daher die obligatorischen Autogrammstunden durch Interviews mit den Piloten ersetzt. Zudem sollen die Fahrer auf dem sogenannten Melbourne Walk auf Selfies und Autogramme verzichten. Durch mehr Distanz soll das Risiko einer möglichen Ansteckung mit Sars-CoV-2 minimiert werden.

Der Melbourne Walk ist die Zufahrt zum Fahrerlager auf dem Albert Park Circuit, wo Fans ihre Idole vor dem Eintritt in einen abgesperrten Bereich noch um Fotos oder Autogramme bitten können.

Formel E: Drittes Rennen kann nicht stattfinden

Das Coronavirus hat den Kalender der Formel-E-Meisterschaft um ein weiteres Rennen verkürzt. Auch der für den 6. Juni geplante ePrix in Jakarta findet nicht statt. Die Entscheidung zur Absage des Rennens in der Hauptstadt Indonesiens fällte der örtliche Gouverneur nach Absprache mit den Organisatoren der Formel E, dem Internationalen Automobil-Verband FIA und dem nationalen Verband. In Indonesien sind bisher knapp 30 durch das Virus verursachte Krankheitsfälle bestätigt.

Es ist bereits das dritte Rennen der Serie für elektrobetriebene Autos, das wegen des Coronavirus nicht stattfinden kann. Die für den 21. März vorgesehene Lauf in der chinesischen Stadt Sanya ist verschoben. Das Rennen in Rom, das am 4. April hätte stattfinden sollen, wurde abgesagt. (APA/red.)