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Formel 1: Hohe Geldstrafe und 15 Punkte Abzug für Racing Point

7. Aug. 2020

Foto: GEPA Pictures / XPB Images / Charniaux

Dieses Urteil dürfte Racing Point weh tun: Der Motorsport-Weltverband FIA hat das Formel-1-Team jetzt zu einer heftigen Strafe verdonnert - es geht um illegal kopierte Mercedes-Teile.

400.000 Euro Strafe und 15 Punkte Abzug für die Konstrukteurs-Wertung. So lautet das Urteil des Internationalen Automobil-Verbands (FIA) im Protest von Renault gegen die Autos von Racing Point. Konkret geht es um den Formel-1-Grand-Prix der Steiermark, die Fahrer Sergio Perez (6.) und Lance Stroll (7.) behalten ihre Punkte. Verwarnungen gibt es für die Grands Prix von Ungarn und Großbritannien.

Die Entscheidung wurde kurz vor dem ersten Training für den zweiten F1-Grand-Prix in Silverstone veröffentlicht. Racing Point muss im Detail pro Auto 200.000 Euro Strafe zahlen, verliert zudem je 7,5 Punkte. Renault protestierte zuvor insgesamt drei Mal. Konsequenzen gibt es aber nur für den zweiten Lauf in Österreich, weil das Vergehen nach Ansicht der FIA in allen Fällen identisch war.

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Vettel: Entscheidung steht

Racing Point für Mercedes-Kopie bestraft

Das Werks-Team aus Frankreich beanstandete, dass mehrere Komponenten (Bremsbelüftungen) Autos von Racing Point verbotenerweise Kopien jener Teile seien, die Mercedes im Vorjahr verwendet hatte. Der Rennstall bezieht die Motoren und weitere verschiedene Komponenten von Mercedes. Der pinke RP20 ähnelt auch dem Silberpfeil aus dem letzten Jahr. Die FIA musste entscheiden, ob das Vorgehen von Racing Point durch das Regelwerk gedeckt ist, was laut Urteil nicht der Fall ist.

Die Rennkommissare bestätigten jetzt das französische Team in der Frage nach der Rechtmäßigkeit des Designs des RP20. Der Rennstall hatte stets betont, vom alten Mercedes nur inspiriert worden zu sein. Racing Point lag vor dem Urteil mit 42 Zählern auf Rang fünf der Konstrukteurs-Wertung und fällt damit hinter Renault auf Platz sechs zurück.

Team erwägt Einspruch gegen das Urteil

Das Team kann nun innerhalb von 24 Stunden Einspruch einlegen. "Wir müssen das Urteil verdauen und mehr Informationen einholen", sagte Teamchef Otmar Szafnauer in einem TV-Interview. Erst dann werde man über einen Einspruch entscheiden.

Unterdessen wollen die Regelhüter als Folge der "Copygate"-Affäre die F1-Regularien für 2021 anpassen, damit Kopien künftig nicht zur Norm werden. "Wir wollen nächstes Jahr nicht acht oder zehn Mercedes im Starterfeld haben", befand der Technikchef des Motorsport-Weltverbandes, Nikolas Tombazis.

Das Abschauen und Kopieren sei zwar schon lange Teil der Formel 1. "Wir glauben aber, dass es Racing Point zu weit getrieben hat." Für Tombazis habe der Rennstall sogar für einen Paradigmen-Wechsel gesorgt. "Wir glauben nicht, dass die Formel 1 so aussehen sollte." (APA/red.)