Formel 1: Motor-Technologie bei Red Bull gesichert

15. Feb. 2021

Foto: (C) Mark Thompson/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool

Die Motorenentwicklung in der Formel 1 ist bis zum neuen Triebwerkstyp 2025 eingefroren. Red Bull Powertrains kümmert sich ab 2022 um Antrieb.

Red Bull Racing und AlphaTauri bleiben der Formel 1 erhalten und fahren zumindest bis Ende 2024 mit Honda-Technologie. Da die Motorenentwicklung nach einem Beschluss des Weltrats des Internationalen Automobilverbands (FIA) in der Motorsport-Königsklasse bis zur Einführung eines neuen Triebwerkstyps im Jahr 2025 eingefroren wird, kann Red Bull weiter Honda-Antriebe nutzen, wie am Montag bekannt wurde.

Technologie ohne teure Entwicklungsarbeit

Der japanische Konzern steigt bekanntlich mit Ende des Jahres aus der Formel 1 aus. Doch die "Red Bull Powertrains Limited" wird sich ab 2022 selbst um die Honda-Motoren kümmern. Red Bull und AlphaTauri können somit nun praktisch in Eigenregie weitere drei Jahre die Antriebstechnologie der Japaner nutzen. Ohne weitere teure Entwicklungsarbeit leisten zu müssen.

„Wir haben dieses Thema seit einiger Zeit mit Honda diskutiert. Nach der Entscheidung der FIA, die Entwicklung von Triebwerken ab 2022 einzufrieren, konnten wir endlich eine Einigung über die weitere Verwendung des Honda-Hybrid-Motors erzielen", wurde Red Bulls Motorsport-Konsulent Helmut Marko.

„Wir sind dankbar für die Kooperation mit Honda in dieser Hinsicht und dafür, dass sowohl Red Bull Racing als auch die Scuderia AlphaTauri weiterhin wettbewerbsfähige Motoren haben. Die Gründung von Red Bull Powertrains Limited ist ein mutiger Schritt von Red Bull. Den wir jedoch nach sorgfältiger und detaillierter Prüfung unternommen haben", betonte der 77-jährige Steirer, für den diese Lösung alternativlos war.

„Für die Formel 1 ist es eine ganz klare Vernunft-Entscheidung." Marko hatte sich wiederholt für den Entwicklungsstopp der seit 2014 eingesetzten V6-Turbo-Hybrid-Triebwerke stark gemacht. Weil diese ein "derartiger Kostentreiber" gewesen seien. Und wäre dieser "Engine Freeze" abgelehnt worden, hätte der Motorsport-Königsklasse mitten in der Coronakrise eine Zerreißprobe gedroht.

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Die Red Bull Powertrains Limited werde auf dem Fabriksgelände von Red Bulls Formel-1-Teambasis in Milton Keynes untergebracht und betrieben.

Honda habe laut Red Bull-Teamchef Christian Horner „erheblich in Hybridtechnologie investiert, um die Versorgung beider Teams mit wettbewerbsfähigen Triebwerken sicherzustellen. Wir beginnen nun damit, den Geschäftsbereich Power Unit intern zu integrieren. Dazu werden auch die neuen Einrichtungen und Mitarbeiter in unseren Technologiecampus integriert. In der Zwischenzeit konzentrieren wir uns darauf, die bestmöglichen Ergebnisse in der letzten Saison mit Honda als offizieller Motorlieferant zu erzielen." (APA/Red)