Formel-1-Test in Bahrain: Mick Schumacher legt los

12. März 2021

Foto: Haas F1 Team

Spätestens jetzt ist der berühmte Name endgültig zurück in der Formel 1: Mick Schumacher nimmt beim Bahrain-Test die ersten Runden im zuvor enthüllten Haas-Renner in Angriff.

Das vielfach diskutierte Design des neuen Renn-Autos ist schon seit einer Woche bekannt. Kurz vor Beginn der Formel-1-Testfahrten in Bahrain enthüllte Haas durch seine Piloten Mick Schumacher und Nikita Masepin jetzt als letztes Team den Boliden für die neue Saison. Am Freitag um 10:03 Uhr (Ortszeit) eröffnete Schumacher dann die Tests aus Sicht des US-Rennstalls, nach der Mittagspause übernimmt der Russe Masepin das Cockpit. Allen zehn Teams stehen drei Tage zum Testen zur Verfügung.

"Ich freue mich jetzt einfach, dass ich fahren kann. Es ist zwei Monate her", sagte Schumacher vor seiner Jungfernfahrt im VF21. "Die Wärme in der Wüste tut uns gut. Ich freue mich, bin sehr motiviert." Knapp neun Jahre nach dem Rücktritt seines Vaters, Rekord-Weltmeister Michael Schumacher, ist der berühmte Name zurück in der Königsklasse.

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Haas: Wirbel um "Russen-Renner"

Der VF21 ist eine dezente Weiterentwicklung des Vorjahres-Wagens, Änderungen wurden in erster Linie am Unterboden vorgenommen. Zudem hat Ferrari seinem Kundenteam einen überarbeiteten Motor zur Verfügung gestellt. Wesentliche Upgrades im Verlauf der Saison sind nicht zu erwarten. Laut Haas-Teamchef Günther Steiner fließen alle Ressourcen in das Auto für 2022 - dann greift ein grundlegend neues Reglement. Die Formel-1-Neulinge Schumacher (21) und Masepin (22) sollen in der am 28. März ebenfalls in Bahrain beginnenden Saison vor allem lernen.

Der Haas-Rennwagen hatte durch die Farbgebung Weiß, Blau und Rot für Aufsehen gesorgt. Nicht wenige Beobachter stellten an verschiedenen Stellen zumindest Ähnlichkeiten mit der russischen Flagge fest. Diese ist im Zuge der Zwei-Jahres-Sperre durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen Doping-Manipulationen bis Dezember 2022 aus dem Weltsport verbannt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur prüft die Angelegenheit. Steiner verwies darauf, dies seien "nun mal die Teamfarben". Der neue Haas-Namenssponsor Uralkali ist der größte Mineraldünger-Hersteller Russlands. Und im Besitz von Nikita Masepins Vater Dimitri. (SID/red.)

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