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Fußball: Corona-positiver Mentalcoach Rogan „flüchtete“ aus Israel

20. Okt. 2020

Foto: GEPA Pictures / Philipp Brem

Israels Mentalcoach Markus Rogan hat offenbar schwer gegen Quarantäne-Auflagen verstoßen. "Ein schrecklicher Fehler", urteilt Israel-Teamchef Willi Ruttensteiner.

Ex-Schwimmstar Markus Rogan hat in seiner Eigenschaft als Mentalcoach des israelischen Fußball-Nationalteams für Aufregung gesorgt. Wie der "Standard" unter Berufung auf Israels österreichischen Trainer Willi Ruttensteiner berichtete, habe der 38-Jährige Israel nach Abgabe eines positiven Corona-Tests unerlaubterweise verlassen. "Sein Verhalten ist inakzeptabel", sagte Ruttensteiner laut israelischen Medien bei einer Pressekonferenz am Montag.

Rogan war Anfang Oktober mit Israels Auswahl in Haifa in der Nations League im Einsatz. Der 1:2-Niederlage gegen Tschechien folgte ein positiver Corona-Test eines Teamspielers sowie des zweifachen Olympia-Zweiten von 2004. Anstatt sich aber wie vorgeschrieben in Quarantäne im Teamhotel in Caesarea zu begeben, soll er beim israelischen Verband um einen Spezial-Transport zu seiner Familie in Israel gebeten haben, um die Quarantäne nicht im Spital verbringen zu müssen.

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Rogan am nächsten Morgen nicht mehr im Hotel

Am nächsten Morgen soll er aber nicht mehr im Hotel angetroffen worden sein. Rogan dürfte den Flug in seine Wahlheimat Los Angeles umgebucht haben, berichtete der "Standard" unter Berufung auf mehrere israelische Medien. Am Flughafen soll er einen negativen, drei Tage älteren Corona-Test vorgelegt haben. Seit vergangenem Dienstag sei Rogan für die Funktionäre des israelischen Verbands nicht mehr erreichbar gewesen.

"Das war ein schrecklicher Fehler von Markus", sagte Ruttensteiner gegenüber Journalisten. "Wir können ihn aber nicht verurteilen, es ist noch zu früh. Wir werden uns aber zusammensetzen und über Konsequenzen diskutieren. Er muss Verantwortung für sein Verhalten übernehmen." (APA/red.)