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Fußball: FIFA-Boss Infantino von Anschuldigungen „hart getroffen“

4. Sept. 2020

Foto: GEPA Pictures / Philipp Brem

"Ich wollte die Schatten unserer Vergangenheit vertreiben", beteuert FIFA-Präsident Gianni Infantino nach seinen Geheim-Treffen mit dem Schweizer Ex-Bundesanwalt Lauber.

Gianni Infantino ist von den Anschuldigungen bezüglich seiner Treffen mit dem ehemaligen schweizerischen Bundesanwalt Michael Lauber und deren Auswirkungen "sehr berührt". Das sagte der FIFA-Präsident beim Swiss Economic Forum in Montreux. "Gerade wegen all der Investitionen, die wir in die neu gewonnene Glaubwürdigkeit der FIFA vorgenommen haben, hat mich das wirklich hart getroffen", sagte er.

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Komplott gegen Infantino?

Treffen mit Infantino haben für Lauber Konsequenzen

Er habe sich mit dem Bundesanwalt getroffen, "weil ich die Schatten unserer Vergangenheit endlich vertreiben wollte. Denn man kann eine Organisation nicht in die Zukunft führen, wenn man sich nicht mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt hat", räumte Infantino ein. "Dazu gehörten auch die Treffen mit dem Bundesanwalt. Um zu prüfen, wie wir die laufenden Verfahren beschleunigen können, von denen einige selbst jetzt noch anhängig sind."

Die geheimen Treffen zwischen Infantino und Lauber hatten für den Bundesanwalt juristische Konsequenzen. Eine Parlaments-Kommission hatte die Immunität von Lauber aufgehoben, der die Korruptions-Ermittlungen gegen die FIFA wegen der Vergabe der WM 2018 an Russland und 2022 an Katar leitete. Das angekündigte Strafverfahren kann damit eröffnet werden. Gegen Infantino laufen gleichfalls Ermittlungen. Die Ethik-Kommission der FIFA beendete indes eine Voruntersuchung mangels Beweisen ohne Sanktionen für den Präsidenten des Fußball-Weltverbands. (APA/red.)