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Fußball: Liverpool darf nicht zu CL-Spiel nach Leipzig reisen

4. Feb. 2021

Foto: GEPA Pictures / Mathias Mandl

Das war es dann wohl mit dem Champions-League-Auftritt des FC Liverpool bei RB Leipzig. Findet das Achtelfinal-Hinspiel beider Clubs jetzt womöglich in Salzburg statt?

Englands Fußball-Meister FC Liverpool darf für das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am 16. Februar bei RB Leipzig nicht nach Deutschland einreisen. Einen Sonderantrag der Sachsen für die Einreise der "Reds" lehnte die Bundespolizei am Donnerstag ab, wie eine Sprecherin des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Leipzig muss nun schnellstmöglich eine Alternative vorschlagen, als eine Option ist offenbar Salzburg im Gespräch. Der deutsche Bundesligist, bei dem Marcel Sabitzer und sein derzeit verletzter ÖFB-Teamkollege Konrad Laimer unter Vertrag stehen, äußerte sich am Donnerstagabend zunächst nicht.

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Keine Ausnahme für Profi-Sportler

"Die von der Bundesregierung am zurückliegenden Freitag beschlossene Corona-Schutz-Verordnung sieht lediglich wenige Ausnahmen und keine Sonderregelungen für Profi-Sportler vor", teilte die BMI-Sprecherin mit. "Die Bundespolizei hat dem Verein RB Leipzig heute mitgeteilt, dass die geschilderte Fallkonstellation nicht unter die Ausnahmetatbestände fällt."

Hintergrund ist die vorerst bis zum 17. Februar gültige Einreisesperre für Menschen aus besonders betroffenen Corona-Mutationsgebieten, zu denen Großbritannien zählt. Das Spiel ist für den 16. Februar geplant, das Rückspiel in Liverpool soll am 10. März stattfinden.

Laut UEFA-Regularien ist die Heim-Mannschaft dafür verantwortlich, die Austragung des Spiels zu organisieren. Bis zum 8. Februar muss Klarheit herrschen. Im für Leipzig negativsten Fall kann die Partie mit 0:3 gegen RB gewertet werden. Das Achtelfinale muss bis zum 2. April abgeschlossen sein.

Stadion in Salzburg wäre frei

Verantwortliche von RB Leipzig hatten sich vehement dafür ausgesprochen, das Spiel im eigenen Stadion austragen zu dürfen. Am Montag war ein Antrag gestellt worden, das Team aus Liverpool einreisen zu lassen.

Eine Option wäre nun eine zeitliche Verlegung, die angesichts des ohnehin engen Spielplans aber wohl keinem Club gefallen dürfte. Zudem besteht die Möglichkeit, das Heimrecht zu tauschen. Durch die Geisterspiele fällt der Zuschauer-Effekt ohnehin weg. Allerdings wäre das Problem damit womöglich nur aufgeschoben. Schließlich könnte Deutschland die aktuell gültige Verordnung verlängern.

Leipzig kann ein neutrales Stadion vorschlagen, das die UEFA dann genehmigen müsste. Das könnte wie schon erwähnt unter anderem Salzburg sein. Österreichs Meister ist im Europacup am 18. Februar zu Hause im Hinspiel des Europa-League-Sechzehntelfinales gegen Villarreal im Einsatz. Also erst zwei Tage nach dem CL-Match zwischen Leipzig und Liverpool. In der Vergangenheit hatte die UEFA in einem anderen Fall bereits Budapest als neutralen Spielort genehmigt. (APA/red.)