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Fußball: ÖFB-Team will gegen Rumänien nachdoppeln

7. Sept. 2020

Foto: GEPA Pictures / Philipp Brem

Nach dem Sieg in Norwegen hat Österreichs Fußball-Nationalteam die Chance, in der Nations League gegen Rumänien nachzulegen - Teamchef Foda kündigt einige Änderungen an.

Im ersten Heim-Länderspiel des Jahres winkt dem ÖFB-Team die Chance, sich in der Nations League etwas von den Verfolgern abzusetzen. Teamchef Franco Foda will die Leistung vom 2:1-Auftaktsieg in Norwegen am Montag gegen Rumänien bestätigt sehen. Der Deutsche kündigte vor der Partie in Klagenfurt einige Umstellungen im ÖFB-Team an. An der "Grund-Idee" solle sich aber wenig ändern.

Die Rumänen waren zum Auftakt gegen Nordirland nicht über ein 1:1 hinausgekommen. Österreich hat sich den Aufstieg in die A-Liga zum Ziel gesetzt. Und das, obwohl Foda seine Auswahl in Gruppe 1 von Liga B nicht in der Favoritenrolle sieht. "Klar, wenn man mit sechs Punkten starten sollte, wäre das eine perfekte Ausgangsposition für die weiteren Spiele", sagte der 54-Jährige. "Aber abgerechnet wird nach sechs Spielen, nicht nach zwei."

Sieg gegen Norwegen schon abgehakt

Wichtig sei Konstanz in den Auftritten. "Norwegen ist schon wieder abgehakt. Jetzt gilt es die Leistung zu bestätigen und vielleicht noch zu verbessern." Mit welcher Formation das gelingen soll, ließ Foda offen. "Es ist durchaus möglich, dass wir ein, zwei, drei Wechsel vornehmen und wieder mehr Frische ins Spiel bringen." Eine Rolle spiele der Fitness-Zustand der Akteure, die in unterschiedlichen Phasen der Vorbereitung stehen.

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Julian Baumgartlinger wurde in Norwegen nur eingewechselt, weil er davor nur vier Trainings absolviert hatte. Der Kapitän könnte im Mittelfeld ebenso ins Team rücken wie Florian Grillitsch. Die Torhüter-Frage - statt Alexander Schlager könnte Salzburgs Cican Stankovic beginnen - wollte Foda nicht beantworten. "Für uns haben wir schon entschieden. Wir werden sehen."

Umstellen muss der Teamchef wohl in der Abwehr. Martin Hinteregger zog sich in Oslo eine starke Prellung im Sprunggelenk zu. Der Kärntner will seinen Knöchel zwar am Sonntagabend im Abschluss-Training testen. "Wenn irgendwo ein Risiko bestehen sollte, werden wir auf ihn verzichten", sagte Foda. Alternativen im Kader wären Aleksandar Dragovic, Philipp Lienhart, Maximilian Wöber oder auch Defensiv-Allrounder Stefan Ilsanker.

Namhafte Ausfälle im ÖFB-Angriff

Durch die prominenten Ausfälle in der ÖFB-Offensive - unter anderem fehlt Stürmer-Star Marko Arnautovic - erhielten in Norwegen andere Akteure die Chance, den Gegner früh unter Druck zu setzen. Das will Foda trotz Umstellungen auch gegen Rumänien sehen. "An der Idee und am Charakter, wie wir Fußball spielen wollen, wird sich nichts ändern. Meine Spieler sind immer hungrig auf den Ball."

Lediglich das Anlaufverhalten müsse angepasst werden, agiere Rumänien mit Ball doch deutlich anders als Norwegen. "Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft. Sie bevorzugen einen gepflegten, kontinuierlichen Spielaufbau", erklärte Foda. Und warnte zudem vor der individuellen Qualität von Stürmer George Puscas, Spielmacher Ianis Hagi und Mittelfeldmann Alexandru Maxim. "Die können Spiele alleine entscheiden."

Der ÖFB-Trainer bedauerte einmal mehr, dass das Spiel laut UEFA-Vorgaben zum Coronavirus ohne Zuschauer über die Bühne gehen muss. "Der richtige Fußball findet mit Fans statt", meinte Foda. Im Wörthersee-Stadion hat er alle drei bisherigen Partien als Teamchef gewonnen. "Anscheinend ist Klagenfurt für uns ein guter Boden." Das soll sich gegen Rumänien nicht ändern. "Ich denke, dass alle bereit sind, die Punkte hier in Österreich zu lassen." (APA/red.)