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Fußball: Rapid beim Cup-Schlager in Salzburg unter Zugzwang

16. Dez. 2020

Foto: GEPA Pictures / Christian Ort

Mit zwei herben Enttäuschungen im Gepäck kommt der SK Rapid zum Cup-Duell bei Red Bull Salzburg - ein Erfolg im Achtelfinal-Schlager käme für die Hütteldorfer daher gerade recht.

Nach den jüngsten Rückschlägen hofft der SK Rapid auf ein Erfolgserlebnis am Mittwochabend im Achtelfinal-Schlager des ÖFB-Cups bei Red Bull Salzburg. "Ein Cup-Sieg gegen Salzburg wäre eine große Sache. Aber dafür brauchen wir eine unglaublich gute Leistung und Überzeugung", sagte Trainer Dietmar Kühbauer vor dem Duell mit dem Titelverteidiger und Bundesliga-Tabellenführer, der seit 2013 nur ein einziges Cup-Spiel - das Finale 2018 gegen Sturm (0:1 n.V.) - verloren hat.

"Das zeigt, dass sie eine wirklich gute Truppe sind. Aber in diesem einen Spiel ist alles möglich. Wir werden elf Spieler auf den Platz bringen, die überzeugt sind, Salzburg schlagen zu können", versprach der Rapid-Coach am Dienstag, auch wenn es für die Hütteldorfer zuletzt alles andere als wunschgemäß lief. Erst verpassten sie mit dem 2:2 am Donnerstag im Heimspiel gegen Molde den Aufstieg unter die letzten 32 der Europa League. Und kassierten dann auch noch eine 0:3-Pleite am Sonntag im eigenen Stadion gegen die WSG Tirol.

Salzburg-Coach Marsch dennoch gewarnt

Salzburg-Coach Jesse Marsch wollte den jüngsten Ausrutscher von Rapid gegen die Wattener nicht überbewerten. "Wir haben das Spiel gesehen. Sie haben viel rotiert und kommen sicher mit einer frischen Aufstellung", meinte der US-Amerikaner, der vollen Einsatz von seinem Team fordert. "Gegen Rapid sind im Moment der Wille und der Kampf auf dem Platz die wichtigsten Themen."

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Als größte Stärke von Rapid bezeichnete er den "Zusammenhalt der Mannschaft. Sie haben auch Qualität, aber vor allem eine starke Mentalität. Wir haben gut gespielt die letzten Wochen, das Spiel gegen den LASK war perfekt für uns. Dabei haben wir unser wahres Gesicht gezeigt. So soll es auch am Mittwoch sein", meinte Marsch in Bezug auf den 3:1-Heimerfolg am Sonntag im Spitzen-Duell mit dem LASK, an den nun nahtlos angeschlossen werden müsse.

"Wenn wir die letzten zwei Spiele gewinnen, haben wir einen sehr guten Herbst gehabt", betonte der 47-Jährige. Nach dem Cup-Schlager gegen Rapid empfangen die "Bullen" am Sonntag (14:30 Uhr) noch den WAC, der wie die Salzburger im Europa-League-Sechzehntelfinale steht.

Rapid will Revanche für Vorjahres-Drama

Abwehr-Chef Andre Ramalho erwartet einen top-motivierten Gegner in der Arena in Wals-Siezenheim. "Gegen Rapid ist es immer ein sehr schwieriges Spiel, meist ein harter Kampf. Sie geben immer alles. Das haben wir auch zuletzt beim 1:1 gesehen", sagte der Brasilianer mit Blick auf das bisher letzte Liga-Spiel der beiden Teams am 8. November in Wien.

Im Vorjahr war es bereits in der zweiten Cup-Runde zum Duell zwischen Rapid und Salzburg gekommen. Damals setzten sich die Gäste aus der Mozartstadt erst durch ein Last-Minute-Tor von Takumi Minamino in der Verlängerung mit 2:1 durch. "Sie werden deshalb sicher auch auf Revanche brennen und alles geben. Außerdem war Rapid in den letzten beiden Spielen nicht so erfolgreich. Das macht sie noch gefährlicher", warnt Ramalho. (APA/red.)