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Fußball: Salzburg gegen Tel Aviv oder Brest um CL-Ticket

1. Sept. 2020

Foto: GEPA Pictures / Panoramic / Ed Lemaistre

Vermeintlich lösbare Aufgabe für den FC Red Bull Salzburg im Play-off zur Champions League - "beide Teams verfügen über hohe Qualität", warnt Trainer Jesse Marsch dennoch.

Der FC Red Bull Salzburg bekommt es im Play-off zur Champions League mit Maccabi Tel Aviv oder Dinamo Brest zu tun. Rapid würde im Falle eines Drittrunden-Erfolgs über KAA Gent auf den Sieger des Duells zwischen Dynamo Kiew und AZ Alkmaar treffen. Das hat die Auslosung am Dienstag in der UEFA-Zentrale in Nyon ergeben.

Im Gegensatz zu allen anderen Qualifikations-Runden im Europacup werden die Play-offs in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Termine sind der 22./23. und 29./30. September.

Keine guten Erinnerungen für Salzburg

Maccabi, in der zweiten Quali-Runde 3:0-Sieger bei Suduva Marijampole, gilt am 16. September gegen das mit einem 2:1 gegen FK Sarajevo aufgestiegene Brest als Favorit. Zu den bekanntesten Spielern im Kader des israelischen Meisters zählt Itay Shechter, an den die "Bullen" schlechte Erinnerungen haben. Vor zehn Jahren setzte sich der Stürmer mit Hapoel Tel Aviv im Champions-League-Play-off gegen Salzburg mit dem Gesamt-Score von 4:3 durch.

Bereits ein Jahr zuvor waren die Mozartstädter in der letzten Runde vor der Gruppenphase der "Königsklasse" ebenfalls an einem israelischen Club gescheitert. Damals war Maccabi Haifa bei einem Gesamt-Score von 1:5 zu stark. Auch das bisher einzige Europacup-Kräftemessen mit einem weißrussischen Vertreter endete für Salzburg mit einem bitteren Out. 2015 schied man im Europa-League-Play-off gegen Dinamo Minsk im Elfmeterschießen aus. Vor drei Jahren musste sich Brest in der Europa-League-Qualifikation dem SCR Altach mit gesamt 1:4 geschlagen geben.

Brest mit Maradona als Ehrenpräsident

Der prominenteste Name bei Dinamo Brest findet sich auf der Funktionärsliste. Seit September 2018 fungiert Diego Maradona als Ehrenpräsident des Clubs, der im November 2019 zum ersten Mal in der Club-Geschichte die weißrussische Ganzjahres-Meisterschaft gewann. Derzeit ist Brest in der Liga nach 20 Partien nur Zehnter.

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Salzburg trat im Vorjahr als automatisch qualifizierter Verein erstmals seit der Übernahme durch Red Bull in der Champions League an. Davor hatte man insgesamt elf Mal die Qualifikation nicht überstanden

Diesmal soll alles anders werden, auch wenn sich Trainer Jesse Marsch abwartend zeigte. "Ich denke, dass beide Teams über hohe Qualität verfügen und das Duell auf keinen Fall einfach wird. Jetzt gilt es erst einmal, dieses Spiel (am 16. September, Anm. d. Red.) genau anzusehen. Und anschließend den Gegner, der uns im Play-off dann erwartet, möglichst genau zu analysieren."

Salzburgs Sportchef Christoph Freund ergänzte: "Wir kennen jetzt einmal die ungefähre Richtung, mehr noch nicht. Aber natürlich werden wir die beiden Gegner sehr genau unter die Lupe nehmen und dann die notwendigen Schritte setzen."

Rapid bei Sieg über Gent gegen Kiew oder Alkmaar

Von Rapid gab es zunächst keine Stellungnahmen zum möglichen Play-off-Gegner. Schließlich müssen sich die Hütteldorfer erst noch am 15. September auswärts gegen Gent durchsetzen. Im Falle eines Sieges ginge es entweder gegen den ukrainischen Vize-Meister Dynamo Kiew, den Grün-Weiß in der entscheidenden Champions-League-Quali-Runde 1996 ausschaltete, oder gegen Alkmaar.

Die Niederländer lagen im Frühjahr vor dem Corona-bedingten Meisterschafts-Abbruch nach 25 Runden nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter Ajax Amsterdam. Und setzten sich in der zweiten CL-Quali-Runde Runde gegen Viktoria Pilsen mit 3:1 nach Verlängerung durch. Ihre Partie gegen Kiew wird ebenfalls am 15. September ausgetragen. (APA/red.)