Servus Sport aktuell

Hauser wieder Dritte: „Das ist echt genial“

9. Jan. 2021

Foto: (C) GEPA pictures/ IBU Pool/ Manzoni – Handout picture by the International Biathlon Union.

In der Biathlon-Verfolgung schaffte es Lisa Hauser erneut aufs Stockerl. Der Sieg ging erneut an Tiril Eckhoff.

Die Tirolerin Lisa Hauser hat in der Biathlon-Verfolgung von Oberhof als erneute Dritte ihren zweiten Weltcup-Podestplatz nachgelegt. Die Sprintdritte musste sich im 10-km-Jagdrennen nur den Norwegerinnen Tiril Eckhoff und Marte Olsbu Röiseland geschlagen geben. Hauser traf 19 von 20 Scheiben. Nach erneut guter Laufleistung fehlten ihr 43 Sekunden auf Sprintsiegerin Eckhoff, die zwei Strafrunden drehen musste und die fehlerfreie Röiseland im Zielsprint bezwang.

„Nach dem gestrigen Podium habe ich mir nicht erträumen lassen, dass ich heute nochmal auf das Stockerl komme. Jetzt bin ich wieder Dritte. Das ist echt genial", freute sich Hauser über ihre nächste Topleistung. Am Freitag war ihr im Sprint der erst zweite ÖSV-Frauenpodestplatz im Weltcup nach dem Sieg von Katharina Innerhofer vor fast sieben Jahren im Sprint von Pokljuka gelungen.

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Hauser: Erstmals am Podest

In der Oberhof-Verfolgung hielt sich Hauser zunächst mit drei makellosen Schießeinlagen hinter der lange klar führenden Eckhoff souverän unter den besten drei. Ihre einzige Strafrunde beim letzten Stehendanschlag kostete dann den sogar möglichen Kampf um den Sieg. Wäre sie fehlerfrei geblieben, hätte sie zu Eckhoff, die im letzten Schießen ihren zweiten Fehler verzeichnete, aufschließen können „Aber dem trauere ich überhaupt nicht nach, denn es ist einfach gewaltig, wenn man in der Verfolgung wieder auf das Stockerl laufen kann. Wenn man so weit vorne startet, ist es viel leichter, dass man zurückfällt. Es ist echt cool, wieder Dritte zu werden - besser kann es eigentlich nicht gehen", so die 27-Jährige aus Reith bei Kitzbühel.

So gelang der Anschluss an Eckhoff nur der an fünfter Stelle gestarteten Weltcup-Spitzenreiterin Röiseland. Im Zielsprint hatte dann aber doch wieder Eckhoff die Nase vorne. Hauser war auf ihrer Schlussrunde ohne direkte Konkurrenz unterwegs. Ihr Vorsprung auf die vierplatzierte Russin Swetlana Mironowa war mit fast einer halben Minute abgesichert. Gefährlichere Athletinnen wie die Sprint-Zweite Hanna Öberg (8./4 Strafrunden) waren mit zu vielen Fehlschüssen diesmal chancenlos. Dunja Zdouc belegte Rang 26.

Männer: Dreifacherfolg der Norweger

In der Männer-Verfolgung war neuerlich David Komatz als 23. der beste der wenig überzeugenden Österreicher, die in Oberhof ohne den angeschlagenen Julian Eberhard auskommen müssen. Den Sieg sicherte sich zum vierten Mal in diesem Winter Sturla Holm Laegreid. Der sensationelle Newcomer führte vor Johannes Dale und Tarjei Bö einen norwegischen Dreifacherfolg an.

Zum Abschluss der ersten von zwei Oberhof-Wochen stehen am Sonntag die Single-Mixed und Mixed-Staffel auf dem Programm. Im Single-Mixed hat Hauser mit Simon Eder bereits zweimal gewonnen und mehrere weitere Podestplätze geholt. (APA/Red)