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Infizierte Fahrer in der Formel 1: Das ist der Notfall-Plan

3. Juni 2020

SPIELBERG,AUSTRIA,30.JUN.18 – MOTORSPORTS, FORMULA 1 – Grand Prix of Austria, Red Bull Ring, free practice. Image shows chairman Chase Carey (Formula One Group). Photo: GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

Rennen werden dadurch nicht abgesagt. Stattdessen will Formel 1-Boss Chase Carey stattdessen Reservefahrer an den Strecken sehen.

Die Formel 1 will sich beim Neustart ihrer Saison auch im Fall einer Corona-Infektion eines Fahrers nicht bremsen lassen. "Wir werden Abläufe so gestalten, dass die Diagnose einer Infektion nicht zu einer Absage führt. Wenn ein Fahrer eine Infektion hat, sind Reservefahrer verfügbar", sagte Geschäftsführer Chase Carey.

Die Rennserie will am 5. bzw. 12. Juli mit zwei Grand-Prix-Rennen auf dem Red Bull Ring in Spielberg in Österreich ihre Saison beginnen. Der eigentlich geplante Auftakt Mitte März in Australien war wegen der Covid-19-Erkrankung eines Mitarbeiters des McLaren-Teams kurzfristig abgesagt worden.

Seither steckt die Formel 1 in der Zwangspause. Inzwischen sei die Motorsport-Königsklasse aber sehr sicher. "Die notwendigen Abläufe und den Sachverstand und die Fähigkeiten zu haben, um eine sichere Umgebung bereitstellen zu können und alle Dinge zu bewältigen, die auf uns zukommen", sagte Carey.

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Ein infiziertes Teammitglied müsse in einem Hotel in eine Quarantäne gehen und durch jemand anderes ersetzt werden können. Selbst für den Fall, dass ein Rennstall nicht an einem WM-Lauf teilnehmen könne, würde dies nicht automatisch zur Absage des Rennens führen.

Die Rennen finden vorerst ohne Zuschauer statt. Die Teams reisen per Charterflügen an und bleiben während der Veranstaltung von der lokalen Bevölkerung isoliert.

Carey verwies auf ein bis zu 90-seitiges Papier, in dem die "rigorosen Richtlinien" hinsichtlich Reisen, Hotels, Mahlzeiten, dem Verhalten an der Rennstrecke dargelegt sind. Die Teams sollen sich in einer Art "Blase" bewegen.

Maximal 80 Personen pro Team im Einsatz

Die Formel 1 erwartet pro Rennen etwa 1.200 essenzielles Rennpersonal an der Strecke. Bei den zehn Teams selbst dürfen jeweils maximal 80 Personen operieren.

Laut Reglement sind mindestens acht Saisonrennen notwendig, um einen Weltmeister zu küren. Geplant sind sogar über 15. Der restliche Kalender soll laut Carey etwa Ende Juni fest stehen.

Bei Alpha Tauri hat man sich zum Fall einer Infektion bereits vor Wochen Gedanken gemacht. Dort wird laut Teamchef Franz Tost das gesamte Team gegen eine Ersatzcrew ausgetauscht. (APA/Red)