MotoGP World Championship

Miller über Portimao: „Sollten Saison immer hier beenden“

25. Nov. 2020

Foto: (C) Motorsport Images

Jack Miller ist ein Fan von Portimao. Wie es auch Fan-Reaktionen zeigten, wünscht er sich das Saisonfinale in Portugal.

Mit dem nachträglich in den Kalender aufgenommenen Grand Prix von Portugal ist die MotoGP-Saison 2020 am vergangenen Wochenende auf dem Algarve International Circuit in Portimao zu Ende gegangen. Von der (in der Motorrad-Variante) 4,592 Kilometer langen Rennstrecke mit ihren beträchtlichen Höhenunterschieden zeigten sich die MotoGP-Stars nach den Freien Trainings am Freitag überwiegend begeistert.

Jack Miller, der das Rennen dank seines Schlussrunden-Angriffs auf Franco Morbidelli auf dem zweiten Platz abgeschlossen hat, merkte am Sonntag noch an: „Es ist schwierig, auf diesem Kurs zu überholen, vor allem wenn man Rückenwind hat. Das erschwert es."

„In vielen Kurven bremst man in Schräglage und kommt schneller an den Vordermann heran als man denkt. Deshalb muss man sein Motorrad ein bisschen mehr aufrichten und verliert deshalb am Kurvenausgang", so Miller, der Morbidelli über nahezu die komplette Renndistanz studiert hatte, bis er dann in der letzten Runde in der letzten Linkskurve der Strecke (Kurve 13) zuschlug.

Miller: „Kam mit T-Shirt ins Fahrerlager"

Für die Zukunft hat Miller einen Wunsch. „Wir sollten die Saison immer hier beenden", meint der nächstjährige Ducati-Werkspilot und bezieht sich dabei nicht allein auf das Streckenlayout: „Wie schön ist es, beim letzten Rennen der Saison nicht zu frieren und keinen Regen zu haben? Es war wunderbar. Ich kam am Donnerstag im T-Shirt ins Fahrerlager."

Zumindest in der kommenden Saison wird Millers Wunsch aber wohl nicht in Erfüllung gehen. Der MotoGP-Kalender 2021 wurde kürzlich mit 20 Rennen präsentiert, wobei Portimao lediglich als eine von drei Ersatzrennstrecken genannt wurde, sollten in Brünn die notwendigen Auflagen nicht rechtzeitig erfüllt werden.

Das Finale der MotoGP-Saison 2021 ist in Valencia angesetzt, wo man in den vergangenen Jahren mehrfach mit regnerischen Bedingungen zu kämpfen hatte. Dennoch: Schon seit Beginn der MotoGP-Ära im Jahr 2002 fand das Saisonfinale mit Ausnahme von 2020 stets in Valencia statt.