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Nina Ortlieb: Schwerer Trainingssturz in Crans-Montana

20. Jan. 2021

Foto: GEPA pictures/ Mario Buehner

Das erste Training der Damen für die Weltcup-Abfahrt in Crans-Montana wurde von einem schweren Sturz von Nina Ortlieb überschattet.

Das erste Training für die Weltcup-Abfahrt der Damen in Crans-Montana ist am Mittwoch vom schweren Sturz der Vorarlbergerin Nina Ortlieb überschattet worden. Die 24-Jährige, die im Vorjahr in der Schweiz Dritte geworden war, verletzte sich am rechten Knie. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht. Das teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) der APA mit. Da Nina Ortlieb mit dem Helikopter geborgen werden musste, war das Training für rund 45 Minuten unterbrochen.

Trainings-Schnellste für die beiden Weltcup-Abfahrten am Freitag und Samstag war Sofia Goggia in 1:29,83 Minuten. Die Italienerin lag vor der Schweizerin Corinne Suter (+0,20 Sek.) sowie ihrer Teamkollegin Elena Curtoni (0,35). Beste ÖSV-Dame war Tamara Tippler, die als 13. bereits 1,53 Sekunden auf die Bestzeit verlor. Ramona Siebenhofer (16./1,73), Stephanie Venier (19./2,07) und Ariane Rädler (20./2,12) landeten ebenfalls in den Top 20.

Weiterer schwerer Sturz nach Nina Ortlieb

Nina Ortlieb feierte im Vorjahr eine Woche nach Platz drei in Crans-Montana mit dem Super-G-Erfolg in La Thuile im Aostatal ihren ersten und bisher einzigen Weltcup-Sieg. Nach der Österreicherin stürzte auch noch die Schweizerin Rahel Kopp schwer. Nach dem vorzeitigem Saisonende von Ex-Super-G-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer, die sich vor Weihnachten bei ihrem Sturz in der Weltcup-Abfahrt in Val d'Isere schwer am linken Knie verletzt hatte, droht Österreichs Speed-Damen damit der nächste Rückschlag. Denn: Auch Nina Ortlieb dürfte lange ausfallen.

Tippler war mit Nummer 18 unmittelbar vor Ortlieb gestartet. "Es war jetzt noch nicht das Wahre. Oben habe ich mir sehr schwergetan und teilweise den Schwung ein bisschen rausgenommen. Ich war unsicher", lautete das Resümee der 29-jährigen Steirerin. Sie war zuletzt beim Heim-Weltcup in St. Anton Abfahrtszweite und Super-G-Vierte. "Am Donnerstag werde ich schon probieren, mehr ans Limit zu gehen", kündigte Tippler für das zweite und letzte Training an. Nach ihren jüngsten Spitzenplätzen sei sie "mit gesundem Selbstbewusstsein" ins Wallis gereist. Trotzdem gelte es für sie, "jetzt nicht zu überpowern".

Niederschmetternde Diagnose

Die nächste schwere Knieverletzung im alpinen Ski-Weltcup betrifft wieder eine Österreicherin. Nach einem Trainingssturz in Crans-Montana steht fest, dass die WM-Saison von Nina Ortlieb beendet ist. Die 24-jährige Vorarlbergerin zog sich am Mittwoch einen vorderen Kreuzband-, Innenband-, Außenmeniskus- und Patellasehenriss im rechten Knie zu, wie der ÖSV am Nachmittag mitteilte.

Ortlieb klagte bei der Bergung mit dem Helikopter sofort über Schmerzen. Die aufschlussgebenden Untersuchungen wurden im nächstgelegenen Krankenhaus in Sion durchgeführt. Nach der niederschmetternden Diagnose wurde die Tochter von Olympiasieger Patrick Ortlieb nach Schruns überstellt. Dort wird sie baldigst von ihrem Vertrauensarzt Christian Schenk operiert. (APA/red.)